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Boeing 747-Flugzeuge werden zum Asset für Kryptowährungen

Elisabeth Oberndorfer 31.07.2017

Die Schürfer von Digitalwährungen (Miner) brauchen immer mehr Rechenpower, um ihre Bitcoin und Ether herzustellen. Um im hart umkämpften Markt einen Vorteil zu bekommen, mieten sie jetzt sogar Flugzeuge.

Die Hersteller von Grafikkarten profitieren vom Boom der Kryptowährungen. Das bestätigte der Anbieter AMD vergangene Woche bei der Veröffentlichung der jüngsten Geschäftszahlen. Im vergangenen Quartal habe es eine erhöhte Nachfrage von Minern gegeben, informierte CEO Lisa Su. 

Die Miner der Kryptowährungen brauchen die Grafikkarten für die Rechenleistung in den Datenzentren. Besonders großen Bedarf gibt es aktuell bei Ethereum, wie Genesis Mining, einer der großen Miner der Währung, gegenüber Quartz bestätigt: „Wir mieten ganze Flugzeuge, Boeing 747, damit pünktlich geliefert wird.“ Alle anderen Lieferwege, wie etwa Frachtschiffe, würden große Verluste bedeuten. 

Miner generieren pro Tag laut Medienberichten rund 36.000 Einheiten der Währung Ether. Bei einem Wert von 200 US-Dollar pro Ether kämpfen die Miner um einen Wert von 7,2 Millionen US-Dollar pro Tag. Um einer mehrtägigen Lieferzeit zu entgehen, lassen die Ethereum-Miner die Grafikkarten per Frachtflugzeug transportieren. Genesis Mining betreibt unter anderem Datenzentren in China und Island. Weil der Kurswert seit Jahresbeginn enorm angestiegen ist und die Hardware-Preise stabil sind, wird Ethereum-Mining ein immer profitableres Geschäft. Aktuell steht der Wert bei knapp unter 200 US-Dollar.

Neben AMD profitiert auch Mitbewerber Nvidia vom Boom der Ethereum-Community. AMD bewertet die Nachfrage allerdings als kurzfristigen Trend, will die Entwicklungen im Blockchain-Bereich dennoch im Auge behalten.

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