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In diesem Restaurant kommt nicht nur das Essen aus dem 3D-Drucker

Pearl Abbey-Obaro 12.07.2016

Schon mal ein Neun-Gänge-Menü gekostet, das frisch aus dem Drucker kam? Food Ink eröffnet das erste Restaurant mit diesem Angebot Ende Juli in London. Doch nicht nur das Essen kommt dort aus dem 3D-Printer.

Wenn sich am 25. Juli im Londoner Ortsteil Shoreditch die Türen des allerersten 3D-Druck-Restaurants öffnen, servieren Food Ink und byFlow dort eine innovative und futuristische Alternative. Essen aus dem 3D-Drucker ist an sich zwar nichts Neues, ein Restaurant in dem neben diesem Essen aber auch das Mobiliar, das Geschirr und die Deko aus dem Drucker kommt, allerdings schon. Ein Startschuss für die Gastronomie der Zukunft.

Food Ink stellt seine Gerichte mit dem Multimaterial-3D-Drucker von byFlow her, der Lebensmittelpasten erwärmt und in mehreren Schichten übereinander legt. Der Drucker kann mit allen Nahrungsmitteln befüllt werden, aus denen eine Paste hergestellt werden kann, darunter Teig, puddingartige Süßspeisen, püriertes Obst und Gemüse oder Milchprodukte. Die möglichen Gerichte sind zahlreich und zudem bis in den kleinsten Nährstoff planbar. Das Beste daran: Diese Art des Kochens produziert kaum Schmutz oder Abfall.

Caesar Salad aus dem 3D-Drucker

Das 3D-gedruckte Geschirr von Iwona Lisiecka und die dazu passenden Möbel von Designer Arthur Mamou-Mani sollen das Ambiente des Restaurants abrunden und ein eindrucksvolles 3D-Print-Erlebnis für den Besucher schaffen: eine Kombination aus Essen, Technologie und Design.

Beefsteak Tatar, gedruckt

Am 12. April 2016 stellte Food Ink seine Kreationen bereits erfolgreich auf der 3D-Printing-Food-Conference in den Niederlanden vor. Das Pop-Up-Restaurant in London soll nur das erste von vielen weiteren weltweit sein, auch Berlin ist als Standort anvisiert.

Das Restaurant in Shoreditch wird am 26. und 27. Juli für die Öffentlichkeit zugänglich sein – der Abend zuvor ist geladenen Gästen vorbehalten. Die Chefköche Joel Castanye und Mateo Blanch werden live vor allen Augen ihre Gerichte drucken. Wer keine Zeit, keinen Appetit oder keine Lust hat, nach London zu reisen, kann das Spektakel auch einfach von zu Hause aus über Facebook Live mitverfolgen.

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