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Die WIRED-Redaktion empfiehlt ihre Lieblingsartikel des Jahres

WIRED Editorial 28.12.2016

Im Laufe des Jahres haben wir fast 3000 Texte auf unserer Website veröffentlicht. Doch in unseren übervollen Social-Media-Timelines rutschen auch die besten von ihnen schnell durch. Deswegen hat die WIRED-Redaktion für euch noch einmal ihre persönlichen Lieblingstexte 2016 zusammengestellt.

„Null digitalisiert!“: Frank Thelen sieht schwarz für Deutschlands Chancen

Der Höhle-der-Löwen-Investor teilt aus

Frank Thelens Resümee zur deutschen Digitalisierung ist eine Ohrfeige. Das Interview mit dem Höhle-der-Löwen-Investor fasst gut zusammen, wie deutsche Unternehmen sich ihre Chancen für die Zukunft verbauen. Weil Thelen die Probleme so gut auf den Punkt bringt, ist der Text meine Leseempfehlung aus 2016 – auch wenn ich selbst es nicht ganz so düster sehe wie er. Nicht zuletzt aufgrund unserer aktuellen Ausgabe: Über fünf Monate hinweg sind WIRED-Reporter durch Deutschland gereist, um herauszufinden, wie digital und innovativ dieses Land wirklich ist. Oft brachten sie dabei überraschende Antworten mit zurück, nachzulesen in der Titelgeschichte „Willkommen in Neuland“. – Nikolaus Röttger, Chefredakteur

Ohren aus Äpfeln: Dieser Biohacker entwickelt Implantate zum Selbermachen

Ohren aus Äpfeln

Von den vielen Interviews, die wir 2016 geführt haben, ist mir dieses besonders in Erinnerung geblieben. Der kanadische Biohacker Andrew Pelling erklärt, wie er Obst und Gemüse dazu benutzt, menschliche Organe zu züchten: „Es geht darum, seinen eigenen Körper zu besitzen, und zwar ohne tausende oder hunderttausende Dollar für Materialien oder den Zugang dazu zahlen zu müssen“, sagte er unserer Autorin Anna Schuhgart. Er will Menschen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Implantate zu züchten. Technologie kann also auch Kontrolle zurückgeben, eine tolle Botschaft für alle, die sich ihr gegenüber immer wieder hilf- und machtlos fühlen. – Domenika Ahlrichs, stellvertretende Chefredakteurin

Das bizarre Rennen um den Hyperloop

Hyperloop-Konzept für San Francisco

Ihr glaubt, die Idee, Passagierkapseln mit Überschallgeschwindigkeit durch eine Vakuumröhre zu schießen, sei verrückt? Ihr findet, Elon Musk, Milliardär und Serien-Firmengründer, ist schon exzentrisch genug? Dann lest mal, was bei den Firmen vor sich geht, die seine Idee vom Transportmittel der Zukunft umsetzen wollen. Eine bizarre Reportage unseres Kollegen Oliver Franklin-Wallis über italienische Rapper, einen Galgenstrick und Millionen von Dollar, nach der man den Hype um den Hyperloop mit anderen Augen sieht. – Timo Brücken, Redakteur

Der DAO-Hack: Ein Blockchain-Krimi aus Sachsen

Was die seriöse Alternative zu Bitcoin sein sollte, wurde zum chaotischen Krimi

Die Macher der DAO wollten die Welt der Crypto-Währungen revolutionieren und eine seriöse Alternative zu Bitcoin sein, doch dann schlitterten sie ins Chaos. Mein Kollege Max Biederbeck beschreibt in diesem Artikel die ganze Dramatik des DAO-Hacks und erläutert anhand davon auch für Laien verständlich, warum die Technologie hinter Bitcoin trotz allem wichtig für die Zukunft ist. Wer verstehen will, was gerade die Fintech-Welt beschäftigt, sollte diesen Text gelesen haben. – Dominik Schönleben, Redakteur

Sie lenkt sich nur ab: Die Künstlerin Miranda July lebt vom Prokrastinieren

Miranda July

Ich bin ein großer Fan der Filmregisseurin, Schriftstellerin und App-Bauerin Miranda July. Deshalb war ich auch gleich dafür, als meine WIRED-Kollegin Chris Köver vorschlug, July für unser Kreativ-Special zu porträtieren. Und weil alle anderen in der Redaktion ebenso dachten, flog Chris bald nach Los Angeles, um July in ihrem Arbeitshaus zu treffen. Sie kam zurück mit einem Text, der die Universalkünstlerin so genau beschrieb wie kaum einer davor und nebenbei Julys Kreativgeheimnis lüftete: Sie kann wahnsinnig gut prokrastinieren und sich langweilen. Seit ich das weiß, ist mir July noch sympathischer. Dieser Text liefert die perfekte Ausrede fürs Nichtstun und Aufschieben: Stört mich nicht, Leute, ich bin gerade irre kreativ! – Dirk Peitz, Redaktionsleiter

Tod dem Tod

Kann die Menschheit den Tod überwinden?

Wie ist jemand drauf, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Tod zu besiegen? Der daran glaubt, dass wir Menschen eines Tages unsterblich sein könnten – und dass das ein erstrebenswertes Ziel ist? Mein Kollege Dirk Peitz hat sich eingelassen auf diese Fragen und sich über ein Jahr hinweg immer wieder mit Michael Greve und anderen Menschen aus der Life Extension Community getroffen. Einer eingeschworenen Clique derer, die daran arbeiten, ihr Leben zu verlängern – bis ins Unendliche. Dirk ist dabei das Kunststück gelungen, eine Geschichte zu erzählen (derzeit nur für Member freigeschaltet, bald aber für alle online), die sich in diese Menschen einfühlt und zugleich deutlich macht, dass die Wissenschaft dahinter in Zweifel gezogen werden muss. Es wäre leicht, die Jünger dieser Church of the Immortal zu Spinnern zu erklären. Schwieriger ist es jedoch, ihre Hoffnungen und Antriebe zu verstehen. – Chris Köver, Redakteurin

Zocken auf dem Smartphone hilft der Alzheimer-Forschung

Spielen gegen Alzheimer

Ganz verspielt haben schon mehr als zweieinhalb Millionen Menschen die Alzheimer-Forschung vorangebracht: Sie haben sich Sea Hero Quest auf ihr Smartphone heruntergeladen und versucht, mit einem kleinen Boot große Abenteuer zu bestehen. Wissenschaftler können aus dem Abschneiden der Gamer herauslesen, in welchem Alter Fähigkeiten wie Orientierungssinn und Geschicklichkeit nachzulassen anfangen. Wer ein Argument sucht, warum Videospiele nicht nur Zeitverschwendung sind, findet es in diesem Text. – Karsten Lemm, Redakteur

US-Forscher haben aus Versehen CO2 in Treibstoff umgewandelt

Diese Forscher machten eine unverhoffte Entdeckung

Manchmal sagen die Klicks und Likes auf Social Media eben doch die Wahrheit: Der Text über Forscher, die zufällig eines der größten Probleme der Menschheit gelöst haben, ist unser erfolgreichster Facebook-Post des Jahres. Ups! Hoffentlich nicht nur ein Versehen. – Leonie Czycykowski, Social-Media-Redakteurin

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