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Die Helden und Schurken der Berliner Comic Con

Cindy Michel 17.10.2016 Lesezeit 4 Min

Über die German Comic Con in Berlin berichtet man am besten in Bildern. Das Konzept ist ausbaufähig, die Promis eher Kategorie B bis C, doch es sind großartige optische Eindrücke, die bleiben. WIRED zeigt die Menschen, die für ein Wochenende in Kostüm und Maske schlüpfen, um dem Alltag das Cape zu kehren.

Je nach Graphic Novel bleiben Bilder, Zitate oder Storylines im Gedächtnis, wenn die letzte Seite gelesen und das Heft zugeklappt ist. Bei der zweiten German Comic Con, diesmal in Berlin, sind es die Bilder, an die man sich erinnert. Nicht unbedingt die Talks der Stargäste oder das Gesamtkonzept, das steckt alles noch im Kinder-Cape. Wie ein Comicbuch, dessen Zeichner unglaublich gut ist, das aber noch auf den richtigen Texter wartet.

Und die Bilder aus dem Berliner Messezentrum sind bunt. Richtig bunt. Sie zeigen Helden und Oberbösewichte aus allen Teilen des fiktiven und virtuellen Universums. Seht selbst:

Bane, Harley Quinn und Posion Ivy mit BAM!-Effekt

Luigi, ziemlich desillusioniert ohne seinen Bruder Mario

Perfektes Timing: Marty, Doc Brown und Biff aus „Zurück in die Zukunft“

„Wo seid ihr her?“– „Enterprise und Galactica.“ – „Nee, wo seid ihr wirklich her?“ – „Ach so! Aus Regensburg.“

So epic – und die Lampen in der Rüstung leuchteten tatsächlich den ganzen Tag

Trifft man dann bei den Essensständen oder den Toiletten auf Batman, Lucky Luke und Wonder Woman wird die Illusion dünn. Smartphones, Brillen über verrutschten Masken, Burritoreste im Mundwinkel und Dialekte aus ganz Deutschland holen den Zuschauer härter zurück auf den harten Boden der Realität als Kryptonit Superman.

Es ist eben kein Paralleluniversum, in dem der echte Darth Vader mit Captain America, Elsa und Luke Skywalker bei einer Apfelschorle Yu-Gi-Oh spielt, sondern das Messezentrum ICC in Berlin. Darth heißt eigentlich Torsten und Elsa Tanja. Immerhin die Apfelschorle ist echt. Und anders als Superman dem Kryptonit können die Comic-Con-Helden der Wirklichkeit jederzeit wieder entfliehen, ganz ohne Schmerzen: Wenn das Glas leer ist, der Mund abgewischt und die Maske zurechtgerückt, sind sie wieder zurück in der fantastischen Welt, in der sie für dieses eine Wochenende real werden und dem Alltag das Cape kehren. Eine echte Simulation. Vielleicht war Elon Musk einfach einmal zu oft auf einer Comicmesse.

Ant-Man in Aktion

Bei der Comic Con haben sich auch Captain America und Iron Man lieb – zumindest fürs Foto

Mehr als 30.000 Menschen aus ganz Deutschland und vielen Teilen Europas besuchten die German Comic Con in Berlin. Auf der Center Stage erzählten vor allem B-Promis und Helden der Jugend aus früheren Zeiten. Einer, der für wildes Geschrei unter den weiblichen Fans aller Altersklassen und Comic-Universen sorgte, war James Marsters aka Vampir Spike aus der Serie Buffy – Im Bann der Dämonen.

Auch wenn der Look und die gute Laune ähnlich sind, das ist nicht David Hasselhoff, sondern James Marsters alias Spike aus „Buffy“

Küsschen und ein Foto fürs Familienalbum mit dem Alien

Auch Jason schaute bei der Comic Con vorbei

Auch Figuren aus Videospielen inspirieren die Cosplayer

Dunkle Gestalten mit leuchtenden Candy-Cane-Hörnern an der Mütze

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