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Die Elbphilharmonie ist noch nicht eröffnet? Egal, spielt schon mal im Konzertsaal

WIRED Editorial 27.07.2016

Ihr wolltet schon immer mal hören, wie euer Schlagzeug in einem der Top-Konzertsäle klingt? Die Elbphilharmonie macht’s möglich – wenn auch nur virtuell. Das ist das Drohnen-Rennen übrigens auch, das dort jetzt möglich ist. Zur Verkürzung der Wartezeit bis zur Eröffnung.

Die Elbphilharmonie in Hamburg zählt gemeinsam mit dem Berliner Flughafen BER und dem Bahnprojekt Stuttgart 21 zu den umstrittensten Bauprojekten Deutschlands. Im Januar 2017 soll sie nach zehn Jahren Bauzeit, etlichen Verzögerungen und deutlich mehr Kosten als ursprünglich gedacht endlich eröffnet werden.

Bis dahin lässt sich das Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron nun immerhin schon mal digital erleben. Auf einer Online-Plattform bieten zwei Drohnen, ein Fotoprojekt, ein Panoramabild sowie ein virtueller Konzertsaal ein interaktives 360-Grad-Erlebnis des Bauwerks und seiner Umgebung.

So stellt sich beim ersten Besuch gleich die Frage: Rock oder Roll? Das sind die Namen der beiden Drohnen, die sich ein Rennen um und über das Konzerthaus liefern. Mögliche Kollisionen der Drohnen sind inklusive. Per Klick kann dabei zwischen den zwei Perspektiven gewechselt und die Route geändert werden. Der Rundflug ist beeindruckend. Ein Sturzflug gelingt leider nicht so spektakulär, dafür gibt es auch mal ein Looping. Bald soll es mit den unbemannten Flugobjekten dann auch durch die Elbphilharmonie gehen.

Daneben machen ein Fotoprojekt und ein Panoramabild vom Dach das Gebäude von allen Seiten erlebbar, beides in einer 360-Grad-Rundumsicht. Jeder (Hobby)Fotograf kann dabei unter dem Hashtag #myelphi360 eigene Fotos posten. So soll eine Sammlung von Bildern zusammenkommen, die die Philharmonie aus jedem Winkel zeigen.

Und dann ist da der Elbphilizer: ein virtueller Konzertsaal, in dem der Besucher selbst im wörtlichen Sinne den Ton angibt. Verschiedene Instrumente stehen zur Auswahl, die die eigenen Melodien speichern, die danach als musikalische Grüße geteilt und per E-Mail versendet werden können. Ähnlich macht das seit Jahren schon das Haus der Musik in Wien: Dort lassen sich virtuell die Wiener Philharmoniker dirigieren.

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Im virtuellen Hamburg wählt man zwischen Harfe, Flügel und Schlagzeug. Die Töne werden mit der Maus oder – schöner und einfacher – mit der Tastatur erzeugt. Ob zum Aggressionsabbau oder zur Entspannung – alle Instrumente bringen den Konzertsaal mit Schallwellen und anderen Formationen zum Leuchten.

Zusätzlich bietet die Online-Plattform Informationen zu Veranstaltungen der aktuellen Saison und Sonderterminen vor der geplanten Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. und 12. Januar 2017. Bis dahin finden die Veranstaltungen in der Laieszhalle Hamburg statt.

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