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Der E-Bulli von VW wird Gesichter erkennen

WIRED Staff 08.01.2018

Der für 2022 geplante elektrische VW-Bus wird dank der Partnerschaft mit Nividia von einer Künstlichen Intelligenz unterstützt. Durch die KI-Plattform Drive IX dürfte der I.D. Buzz etliche smarte Funktionen haben.

Komplett autonomes Fahren soll mit dem VW Buzz zum Markstart noch nicht möglich sein. Stattdessen liegen die Funktionen der KI-Unterstützung vorerst eher im Bereich des sogenannten intelligent Co-Pilot. Das Fahren soll durch die zahlreichen verbauten Sensoren leichter, sicherer und angenehmer für den Fahrer sein, wie TechCrunch berichtet.

Damit dürften unter anderem Funktionen wie das auf Gesichtserkennung basierte Entsperren der Tür möglich sein. Bedienelemente im Cockpit lassen sich durch Gesten steuern, auch Spracherkennung dürfte kein Problem sein. Weiterhin könnte das smarte System die Aufmerksamkeit des Fahrers kontrollieren und bei erkannten Ablenkungen dafür sorgen, dass er sich wieder auf den Straßenverkehr konzentriert. Ab 2025 soll dann nach und nach auch komplett autonomes Fahren möglich sein.

Abgesehen davon hat der elektrisch betriebene Bus eine solide Leistung. Der I.D. Buzz soll eine Reichweite von knapp 600 Kilometern haben sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. An einer Schnellladestation lässt sich der im Unterboden integrierte Akku innerhalb einer halben Stunde zu 80 Prozent aufladen.

Grundlage für die smarten Fahr-Funktionen ist die KI-Plattform Drive IX von Nividia, die wiederum auf Nvidias Xavier-Prozessor basiert. Neben Drive IX, das für In-Auto-Assistenzsysteme steht, stellte Nvidia zwei weitere DRIVE-Plattformen vor. DRIVE AR bringt die Augmented-Reality-Funktionen ins Cockpit und erlaubt etwa, Informationen über die Beschaffenheit der Straße oder interessante Wegpunkte in die reale Welt zu projizieren.

Die dritte Plattform, DRIVE Pegasus, dient als Recheneinheit für autonomes Fahren. Die Plattform gab es zwar vorher schon, wurde nun aber komplett überarbeitet. Neben der neuen Partnerschaft mit VW arbeitet Nvidia auch mit Audi und Mercedes-Benz zusammen, insgesamt kooperiert der amerikanische Konzern mit über 320 Partnern im Gebiet des autonomen Fahrens.