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Das sind die Filme, die ihr 2017 sehen solltet

Michael Förtsch 06.01.2017

Mit Action-Querschlägern wie Deadpool, Arthouse-Horror wie The Witch und smarter Science-Fiction wie Arrival war 2016 ein großartiges Kinojahr. 2017 scheint den Trend ungehindert fortzusetzen. WIRED verrät, welche Filme euch im neuen Jahr begeistern werden.

Für viele Cineasten startete 2016 mit dem Horror von The Forest und endete mit dem düsteren Star-Wars-Spin-Off Rogue One oder der Solala-Videospielverfilmung Assassin's Creed. Dazwischen gab es neben dem obligatorischen Superhelden-Aufgebot von Captain America: Civil War, Batman v Superman und Doctor Strange eine Fülle von ebenso originellen wie unterschiedlichen Filmerlebnissen. Darunter das liebenswerte Animationsabenteuer Zootopia, der entrückte Mystery-Roadtrip Midnight Special und der erbarmungslose Neonazi-Thriller Green Room. Trotz Entäuschungen wie Suicide Squad, Gods of Egypt und Zoolander 2 war 2016 definitiv ein erfüllendes Kinojahr.

Das scheint auch für 2017 zu gelten. Auch im neuen Jahr sind mit Star Wars: Episode 8 oder Kong: Skull Island Produktionen am Start, die zeigen wollen, was für ein Spektakel auf der Leinwand möglich ist. Mit Blade Runner 2049 und Alien: Covenant werden 2017 große Filmlegenden fortgeschrieben. Daneben versuchen sich Regie-Neulinge wie Jordan Peele an kontroversen Projekten und bekannte Regisseure wie Duncan Jones und Gore Verbinski experimentieren mit kleinen, exzentrischen Streifen abseits der 100-Millionen-Dollar-Bugdets. Die Ergebnisse feiern dabei nicht immer nur im Kino, sondern mittlerweile auch auf Streaming-Plattformen wie Netflix Premiere.

WIRED Germany präsentiert eine Auswahl der 21 spannendsten Filme, die euch 2017 erwarten:

Valerian: Die Stadt der tausend Planeten
Das Fünfte Element von Luc Besson ist ein Meilenstein des Science-Fiction-Kinos. Basierend auf der kultigen Comic-Reihe Valérian et Laureline drehte der Franzose nun endlich wieder eine Weltraumoper. In dieser verschlägt es die beiden Raum-Zeit-Agenten Valerian und Laureline in die kosmische Stadt Alpha, die tausende Spezies und Ökosysteme beheimatet. Sie sollen dort feststellen, ob das von dunklen Mächten geführte Imperium eine Gefahr darstellt. Bald schon wird das Duo durch den futuristischen Moloch gejagt. Die ersten Bilder versprechen einen aberwitzigen Sci-Fi-Tumult.

Kinostart: 20. Juli 2017

The Circle
Im Film nach der gleichnamigen Buchvorlage von Dave Eggers bewirbt sich die junge Mae Holland bei The Circle, einem Unternehmen das Twitter, Google, Microsoft, Facebook und Apple in einem darstellt. Eines seiner wichtigsten Produkte ist See Change, eine Mini-Kamera, die einen ununterbrochenen Videostream an die eigenen Follower ermöglicht. Mae ist begeistert, wird schnell zur Botschafterin des Unternehmens und geht völlig in ihrer Rolle auf. Die stetig neuen Angebote der Firma offenbaren jedoch schon bald das Potenzial, die Menschheit in eine total überwachte Gesellschaft zu verwandeln.

Kinostart: 25. Mai 2017

Get Out
Vor allem vor dem Hintergrund der Vorfälle, bei denen in den vergangenen Jahren immer wieder US-Polizisten Schwarze erschossen, ist das Horror-Film-Debut von Autor und Comedian Jordan Peele ebenso kontrovers wie faszinierend. In Get Out wird der schwarze Chris zu einer Familienfeier seiner weißen Freundin Rose eingeladen. Die wohlhabende Nobelsippe behandelt ihn zunächst wie einen bizarren Fremdkörper. Doch bald stellt sich heraus, dass er eigentlich allzu willkommen ist – aber nicht als Gast.

Kinostart: irgendwann 2017

Alien: Covenant
Mit Prometheus drehte Ridley Scott 2012 einen Vorläufer zur Alien-Reihe. Alien: Covenant soll nun eine Brücke zwischen beidem schlagen. Die Crew des Kolonialschiffs Covenant muss ein planetares Paradies erkunden – die mutmaßliche Heimat der Konstrukteure. Dort stoßen die Forscher nicht nur auf Elizabeth Shaw und den Androiden David, die das Geschehen von Prometheus überlebt haben, sondern machen auch Bekanntschaft mit alten wie neuen Alien-Rassen. Der erste Trailer lässt Schockmomente erhoffen, die denen von 1979 in nichts nachstehen.

Kinostart: 18. Mai 2017

John Wick: Chapter Two
Der Ex-Killer John Wick greift wieder zu den Waffen, um sich an den Mördern seines Hundes zu rächen. Aus dieser simplen Idee hat das Regie-Duo Chad Stahelski und David Leitch einen der besten Actionfilme des Jahrzehnts geschmiedet. Denn neben den virtuos choreographierten Schießereien zeichneten sie mit bloßen Andeutungen das Bild einer geheimen Parallelgesellschaft von Auftragsmördern. In der Fortsetzung bekommt es John Wick mit ebenjener zu tun. Durch das Einlösen eines Blutschwurs wird er zum Gegner einer gnadenlosen Assassinen-Gilde, die ihn durch ganz Rom scheucht.

Kinostart: 16. Februar 2017

Life
Es könnte der Fund sein, der alles verändert. Die NASA entdeckt auf dem Mars eine Substanz, die außerirdisches Leben darstellen könnte. Mit einer Sonde wird eine Probe des faserigen Materials zur Internationalen Raumstation geschickt. Die Forscher auf der ISS beginnen mit der Untersuchung. Doch der simple Organismus scheint intelligenter und zu mehr fähig, als es zunächst den Anschein macht. Hinter der Sci-Fi-Horrorstory stehen Paul Wernick und Rhett Reese, die Autoren von Deadpool. Regie führt Daniel Espinosa, der schon den Roman Child 44 verfilmt hat.

Kinostart: 23. März 2017

Star Wars: Episode 8
Mit Das Erwachen der Macht haben Disney und JJ Abrams einen opulenten aber zwiespältigen Start für die neue Star-Wars-Trilogie geliefert. Darin trifft die Macht-begabte Heldin Rey am Schluss auf den gealterten Luke Skywalker. Ebenjener letzte Jedi soll ihr im Kampf gegen das wiederauferstandene Imperium helfen. In Episode 8 muss REy nun die Kontrolle über die Macht erlernen und den Kampf gegen die finstere Armee aufnehmen. Dreh und Story dirigiert diesmal Looper-Regisseur Rian Johnson, der abseits des garantierten Effektfeuerwerks auch überraschende Ideen und einen eigenen Stil verspricht.

Kinostart: 14. Dezember 2017

A Cure for Wellness
Bevor Gore Verbinski zum Mann hinter der Fluch-der-Karibik-Reihe wurde, feierte man ihn für den Psycho-Horror The Ring. Nun kehrt er zu diesem Genre zurück. In A Cure for Wellness wird ein junger Manager auf die Suche nach seiner Chefin geschickt, die von einer Verjüngungskur in der Schweiz nicht zurückkam. Im europäischen Wellness-Resort, als dessen Kulisse die Burg Hohenzollern herhielt, wird er selbst zum Opfer der grotesken Behandlungsmethoden, die in einfangend hypnotischen Bildern gezeichnet werden.

Kinostart: 23. Februar 2017

Kong: Skull Island
Vor rund drei Jahren hat Rogue-One-Regisseur Gareth Edwards der japanischen Monster-Ikone Godzilla einen ebenso tosenden wie zeitgemäßen Neustart verpasst. Jordan Vogt-Roberts, der Macher von Kings of Summer, soll das gleiche nun für King Kong leisten. In Kong: Skull Island begibt sich dafür in den 1970ern ein von US-Soldaten begleitetes Forscherteam auf eine Expedition zu einer unbekannten Insel. Dort erwarten sie nicht nur geisterhafte Ureinwohner, sondern auch der Hochhaus-große Riesenaffe Kong – und andere erschreckend monströse Tiere.

Kinostart: 9. März 2017

Mute
Zuletzt hievte der mit dem Sci-Fi-Kleinod Moon bekannt gewordene Regisseur Duncan Jones das Videospiel-Universum Warcraft auf die Leinwand. Mute soll nun wieder ein deutlich intimerer Film werden und sowohl an die Tonalität als auch die fiktive Welt von Jones' Debutwerk anschließen. Angesiedelt im Berlin der nahen Zukunft folgt die Handlung dem stummen Barkeeper Leo Beiler, der sich auf die Suche nach seiner Liebschaft macht. Diese ist unter mysteriösen Umständen verschwunden.

Netflix-Start: irgendwann 2017

Ghost in the Shell
Nach langem Warten ist es tatsächlich gelungen, die Manga-Reihe von Masamune Shirow abseits des Anime auch als Realfilm umzusetzen. Ghost in the Shell beschreibt eine Zukunft, in der nahezu alle Menschen durch Cyber-Implantate und Elektrogehirne aufgewertet sind und Roboter zum Alltag gehören. Ein Hacker namens Puppetmaster beginnt plötzlich, diese Geräte und damit die fremden Körper zu kapern. Die Cyborg-Agentin Major Motoko Kusanagi soll ihn dingfest machen. Trotz Besetzungskontroversen versprechen erste Eindrücke eine werktreue Inszenierung.

Kinostart: 30. März 2017

God Particle
Ein Team von Astronauten soll auf der Raumstation ISS ein Experiment durchführen. Dabei geht etwas schief: Plötzlich ist die Erde verschwunden. Der Plot des Films von Julius Onah klingt mysteriös – ebenso wie vieles andere rund um den Science-Fiction-Streifen. Wie Filmfans herausfanden, ist er wohl eine weitere Auskopplung des 2008er Found-Footage-Monsterfilms Cloverfield. Schon Anfang 2016 hatte der Lost-Produzent JJ Abrams ohne großen Vorlauf 10 Cloverfield Lane enthüllt, den er als Startpunkt einer Anthologie von Mystery-Filmen mit jeweils ureigenen Geschichten andeutete.

Kinostart: Ende 2017

Annihilation
Ein Küstenstreifen der USA ist von einem Tag auf den andern durch eine unsichtbare Wand von der Außenwelt abgeschnitten. Wieso das passierte und was dort vorgeht, sollen Expeditionen einer Geheimorganisation erkunden. Die Southern-Reach-Trilogie des Schriftstellers Jeff VanderMeer erzählt, was den Teilnehmerinnen einer dieser Exkursionen zustößt – und welche bizarren Kräfte hinter den Kulissen wirken. Adaptiert wird der Auftaktroman von Alex Garland, der sich 2015 mit dem smarten Robo-Thriller Ex Machina hervorgetan hat.

Kinostart: irgendwann 2017

The Lost City of Z
Im Jahre 1925 machte sich der britische Abenteurer Percy Fawcett auf, eine versunkene Stadt inmitten des brasilianischen Urwalds zu suchen. Er gab ihr den Namen „Z“. Bei seiner Expedition stellte er sich aggressiven Tieren, erlebte Konfrontationen mit Eingeborenenstämmen und zog sich mehrere Krankheiten zu – bevor er letztlich spurlos verschwand. Basierend auf dem biografischen Roman Die versunkene Stadt Z von David Grann will Regisseur James Gray dieses reale Indiana-Jones-Abenteuer nachvollziehen, das fast in Vergessenheit geriet.

Kinostart: 30. März 2017

Blade Runner 2049
Blade Runner ist zweifellos einer der wichtigsten Science-Fiction-Filme überhaupt. Bei der Jagd des Rick Deckard auf flüchtige Replikanten wurden schon 1982 Themen wie Roboterethik, konstruierte Realität und die Hybris des Menschen erörtert. 30 Jahre nach dem Original stößt in Blade Runner 2049 Deckards Nachfolger „K“ auf ein Geheimnis, das die desolate Zukunftsgesellschaft ins Chaos stürzen könnte. Helfen kann nur sein Vorgänger. Statt Ridley Scott führt Denis Villeneuve den Dreh, der sich mit Prisoners, Enemy und Arrival als Garant für intelligente Science-Fiction und Thriller erwiesen hat.

Kinostart: 5. Oktober 2017

The Death Of Stalin
Im März des Jahres 1953 scheint die Sowjetunion am Ende. Denn nach knapp 30 Jahren Regentschaft ist Josef Stalin dem Tode nah. Als der Diktator nach mehreren Tagen dann wirklich stirbt, versuchen seine vermeintlichen Freunde und loyalen Parteigenossen, das Land und ihre Macht zu retten. Das Satiredrama von In-The-Loop-Regisseur Armando Iannucci soll die surrealen Komplotte und schrägen Streitigkeiten der sowjetischen Führungseliten skizzieren – und der Frage nachgehen, ob jemand beim Dahinscheiden des Diktators nachgeholfen hat.

Kinostart: Ende 2017

Wonder Woman
Eigentlich hätte Batman v Superman der große Auftakt für DC Comics' Superhelden-Universum werden sollen. Doch Zack Snyders düsterer Streifen war ein Debakel. Monster-Regisseurin Patty Jenkins könnte mit Wonder Woman nun den Tag retten. Der Film begleitet die Vorgeschichte der Amazone Diana Prince, die ihre Inselwelt verlässt, um gemeinsam mit dem gestrandeten Piloten Steve Trevor den Ersten Weltkrieg zu beenden. Dabei marschiert sie nicht nur mit Schwert und Lasso über Europas Schlachtfelder, sondern kämpft auch clever gegen Geschlechterklischees an.

Kinostart: 15. Juni 2017

Dunkirk
Während der Schlacht von Dünkirchen im Jahr 1940 kesselten deutsche Truppen hunderttausende Soldaten der alliierten Streitkräfte ein. Mit der Operation Dynamo versuchte die britische Marine, sie mit allen Mitteln aus der nordfranzösischen Stadt zu evakuieren. Diese riskante Rettungsaktion hat Inception- und Dark-Knight-Regisseur Christopher Nolan an Originalschauplätzen nachgestellt. Der Kriegsfilm soll keinen pathetischen Soldat-James-Ryan-Heldenmut feiern, sondern eines der verzweifeltsten Gefechte der Allierten portraitieren.

Kinostart: 27. Juli 2017

Der Dunkle Turm
Schon seit zehn Jahren war geplant, die Der-Dunkle-Turm-Oktologie von Stephen King als Filmepos umzusetzen. Sie berichtet von der Reise des Revolvermanns Roland Deschain zum Dunklen Turm, dem Zentrum eines Multiversums. Dabei bekommt er Hilfe vom jungen Jake, der ungewollt in die fremde Mittelalter-Western-Fantasy-Welt gestolpert ist. Der Film, dem 2018 eine Serie folgen soll, wird aber keine typische Adaption. Stattdessen soll sie das Ende des Buchzyklus aufgreifen, an dem (Achtung: Spoiler!), die Teufelskreis-artige Reise des Revolverhelden wieder von vorn beginnt.

Kinostart: 10. August 2017

Guardians of the Galaxy Vol. 2
Tolle Musik, irre Space-Helden und eine ebenso witzige wie actionreiche Inszenierung machten Guardians of the Galaxy zur besten Comic-Verfilmung des Jahres 2014. Viel ist über die Handlung der Fortsetzung, die erneut unter Leitung von Slither-Regisseur James Gunn entsteht, nicht bekannt. Jedoch soll das ungleiche Team nun versuchen, der Herkunft von Möchtegern-Star-Lord Peter Quill nachzuspüren, dessen Vater sich als Alien erwiesen hat. Dabei machen die Guardians sich nicht unbedingt Freunde. Der erste Trailer prophezeit jedenfalls grandiose Popcorn-Unterhaltung.

Kinostart: 27. April 2017

The Emoji Movie
Die App Textopolis ist für ihre Bewohner eine riesige Stadt – Emojis, die darauf hoffen, vom User ausgewählt zu werden. Außer Gene. Denn er ist das einzige Emoji, das mehrere Emotionen drauf hat. Auf der Suche nach einem Mittel, endlich „normal“ zu werden, hechtet er zusammen mit den Freunden Hi-Five, dem Hand-Emoji, Poop Daddy, dem Kackhaufen-Symbol, und der Code-Knackerin Jailbreak durch die bunte App-Welt des Smartphones, auf dem sie leben. The Emoji Movie wird entweder total bekloppt oder richtig genial.

Kinostart: 4. August 2017

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