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Was die Bitcoin-Spaltung für Anleger bedeutet

WIRED Staff 02.08.2017

Der Mining-Algorithmus der Kryptowährung Bitcoin wurde geändert. Nach der Spaltung in Bitcoin und Bitcoin Cash stürzte der Kurs der Währung erst einmal ab. Ob Bitcoins noch eine Zukunft haben, liegt nun allein in der Hand der Miner.

Am gestrigen Dienstag um 14:20 Uhr war es so weit: Das Programm, mit dem Bitcoin Cash hergestellt werden soll, ist erschienen. Über die Hintergründe der Spaltung hatte WIRED bereits ausführlich berichtet: Es geht um einen Interessenskonflikt der Miner und das Bestreben, Bitcoin-Transaktionen schneller und günstiger zu machen. Derzeit ist die zugrunde liegende Technologie der Kryptowährung mit der wachsenden Verbreitung überfordert. Um mögliche Lösungswege ist in der Bitcoin-Community ein heftiger Streit entbrannt.

Bitcon und Bitcoin Cash sollen in zwei separaten Chains existieren. Wer also zum Beispiel fünf Bitcoins sein Eigen nannte, besitzt nun fünf Bitcons und fünf Bitcoin Cash. An den Tauschbörsen soll die Cash-Variante jedoch einen geringeren Wert haben und einige Börsen wollen den Handel mit Bitcoin Cash offenbar gar nicht freigeben. Wie Business Insider nun berichtet, ist das Interesse an Bitcoin Cash dennoch zumindest partiell vorhanden, obwohl auch erhebliche Wertschwankungen erwartet werden. Zuvor verloren Bitcoins nach der Spaltung am Dienstag zunächst einmal vier Prozent an Wert.

Bislang kann nicht genau definiert werden, in welchem Maße und mit welcher Geschwindigkeit die Bitcoin-Menge nach dem umstrittenen Update steigen wird. Spannend wird in den kommenden Tagen natürlich auch der Kursverlauf. Sollten alle Bitcoin-Miner an einem Strang ziehen und die Spaltung annehmen, könnte sich der Wert der Kryptowährung bald wieder erholen.

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