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Die beeindruckendsten Astro-Bilder des Jahres

Cindy Michel 28.07.2017

Funkelnde Galaxien Millionen von Lichtjahren entfernt, ein so malerischer Mond, dass Matthias Claudius gar nicht anders gekonnt hätte, als „Abendlied 2“ zu dichten: Diese und tausend andere himmlische Motive konkurrieren aktuell beim Astronomie-Fotowettbewerb „Insight Astronomy Photographer of the year“. WIRED zeigt euch einige der Finalisten-Bilder.    

Gleißend helle Eruptionen über abertausend brennenden Wirbeln; tanzende Polarlichter, die im Wind über rosaroten Bäumen wehen; eine Milchstraße, die sich funkelnd aus dem schwarzen Firmament in den Schlund eines schneebedeckten Berges ergießt – es bedarf immer eines Menschen mit gutem Auge, um solche wahnsinnigen Motive festzuhalten.

Genau den sucht das Königliche Planetarium in Greenwich und das BBC Sky at Night Magazine einmal jährlich beim Fotowettbewerb Insight Astronomy Photographer of the Year. Der Preis für den besten Astronomie-Fotografen des Jahres ist mit über 11.000 Euro dotiert.

Stürzt die Milchstraße in diesen Berg in der Sierra Nevada, oder speit er sie aus wie ein Vulkan seine Asche?   

„Shooting Star and Jupiter“ heißt dieses Bild, das einen augenblicklich dazu bringt, sich etwas zu wünschen.   

Das Interesse am internationalen Wettbewerb ist auch bei der diesjährigen neunten Auflage groß, über 3800 Fotografien reichten Teilnehmer aus 91 Ländern ein. Aus diesen haben die Organisatoren nun diese Finalisten gewählt und vorab veröffentlicht. Am 14. September wird eines der Bilder zum Sieger und dessen Autor zum Astro-Fotograf des Jahres gekürt.   

Grüne Polarlichter am Himmel und auf der See fotografierte die Deutsche Beate Behnke auf den Lofoten in Norwegen.

Der Supermond ist aufgegangen... und zwar hier über der Bergruppe Marmarole in den Dolomiten.

Dieses Bild der Sonne trägt den treffenden Titel „Ghostly Sun“, geisterhafte Sonne. Das Verfahren, mit dem es der Engländer Michael Wilkinson zustande brachte, nennt sich Kalzium-K Fotografie.

40 Millionen Lichtjahre ist die Galaxie 7331 von der Erde entfernt, die Belichtungszeit dieses Bildes gibt der Fotograf mit 18 Stunden an.

Zwölf Millionen Lichtjahre entfernt und trotzdem ein Motiv bei einem Fotowettbewerb auf der Erde: die Starburst-Galaxie M82.

Auf dem Heimweg mit dem Motorrad hat Ruslan Merzlyakov dieses Spektakel am schwedischen Himmel beobachten und ein Foto davon machen können.

So facettenreich wie die Motive ist auch die Technik hinter den Bildern: Für manche Fotos reichte eine handelsübliche System- oder Spiegelreflexkamera aus, andere konnten nur mithilfe eines Teleskops umgesetzt werden oder durch spezielle Astrofotografie-Kameras. 

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