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Facebook-Initiative Internet.org startet 2016: Ein Satellit soll Afrika ans Netz bringen

WIRED-Staff 06.10.2015

Facebook will voraussichtlich noch in diesem Jahr einen Satelliten ins All schicken, um 2016 Teile Afrikas mit Internetanbindung zu versorgen. Das Projekt ist der erste große Schritt für Mark Zuckerbergs Initiative Internet.org, die es sich zum Ziel gemacht hat, technisch unterentwickelte Gebiete ans Netz anzubinden. 

Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigte sich stolz auf „unser erstes Projekt, das Internet aus dem Weltraum liefert”. In Zusammenarbeit mit dem französischen Satellitenbetreiber Eutelsat, der bereits 39 Erdtrabanten in der Umlaufbahn hat, wird das Unternehmen aus Kalifornien zum ersten Mal einen Satelliten ins All schießen. Facebook und Eutelsat nutzen für ihr Unterfangen den neuen AMOS-6-Satelliten von Spacecom, an dem aktuell noch gebaut wird.

2016 soll AMOS-6 im Einsatz sein und mit Hilfe von 36 Hochgeschwindigkeits-Strahlen im Frequenzbereich von 26,5 bis 49 Gigahertz (Ka Band) Teile Afrikas mit Internet versorgen. Drei weitere Strahlen im Frequenzbereich von 12 bis 18 Gigahertz (Ku Band) sollen außerdem den Mittleren Osten und Europa abdecken. Laut der Website von Spacecom ist der Start des Satelliten für Afrika im vierten Quartal 2015 geplant.

Laut Mark Zuckerberg ist es oft schwierig und ineffizient mit  „traditionellen  Möglichkeiten, Anschlüsse und Infrastrukturen in unterentwickelten Gebieten zu schaffen”. Es müssten also „neue Technologien erfunden werden”.  Diesen Weg gehen Facebook und Eutelsat jetzt gemeinsam.

Der Satellitenbetreiber deckt bereits Teile Zentralafrikas mit schwächeren Ku-Band-Satelliten ab. Durch die Zusammenarbeit mit Facebook wird die Versorgung in dieser Region jetzt weiter ausgebaut. Der Konzern verfolgt dabei keine völlig uneigennützen Ziele: Je mehr Menschen weltweit Zugang zum Internet haben, desto mehr potenzielle Kunden gibt es auch für Facebook. 

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