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E-Skateboard: Weder Eiswüste noch Strand können das Track 1 aufhalten

Cindy Michel 17.11.2017 Lesezeit 3 Min

Weder Geröll noch Schnee sollen dieses Elektro-Skateboard aufhalten können. Zwei Monsterreifen vorne am Brett und hinten ein kettengetriebenes Laufwerk wie bei einem Panzer sorgen dafür, dass das Track 1 nirgendwo stecken bleibt.

Wer schon einmal Skateboard gefahren ist, kennt das Problem: Der Asphalt auf der Straße scheint glatt und sauber. Man schiebt an, wird schneller und schneller. Plötzlich quietscht es. Das Brett stoppt abrupt, man selbst wird über die Nose oder Nase katapultiert und landet dann im schlechteren Fall auf der eigenen. Meist reicht ein winziger Kieselstein vor einer der Rollen aus, um den Fahrer samt Brett zu Fall zu bringen. Mit dem Track 1 passiert so etwas definitiv nicht, selbst wenn der Stein faustgroß sein sollte.

Wo bei anderen Boards unter der Nase an kurzen Achsen schmale Rollen sitzen, thronen bei dem Elektro-Skateboard der Firma Flux aus Seattle nämlich links und rechts zwei fette Monsterreifen. Das besondere an Track 1 sind nicht unbedingt diese dicken Räder – es gibt mittlerweile schon mehrere Off-Road Skateboards – sondern die Eigenschaft, dass es als halber Panzer daherkommt.

Am hinteren Ende des Skateboards, unter dem Tail, befindet sich nämlich die wahre Kraft dieses Boards: ein kettengetriebenes Laufwerk. Dieses besteht aus verschiedenen Polymeren und Verbundstoffen, die die Kette nicht nur leicht, sondern auch extrem widerstandsfähig machen. Die Kombination aus eben diesem Laufwerk und den Monsterreifen soll dafür sorgen, dass kein Terrain zu steinig oder gar zu matschig für das Elektro-Skateboard ist. Laut Hersteller sorgt das Ketten-Reifen-Modell auch für ein neues Fahrgefühl, „als ob man zur selben Zeit skaten, surfen und snowboarden würde“.

Halb Skateboard, halb Elektro-Panzer – das Track 1 wurde entwickelt, um die „ganze Welt zu skaten“. 

Wer über Stock, Stein und vereistes Wurzelgestrüpp brettern will, dem darf das Board nicht unter den Füßen wegbrechen. Im Gegensatz zu seinen Verwandten für den Skatepark, ist das Brett eben nicht aus mehreren Schichten Holz geleimt, sondern aus Karbonfaser und Kevlar. Dieser Materialmix soll garantieren, dass das Brett selbst bei heftigen Stürzen oder einem wuchtigen Aufprall nicht bricht. Inklusive Elektromotor kommt das Gefährt auf etwa 27 Kilogramm.

Dank kettengetriebenem Laufwerk und dicken Reifen wird mit dem Track 1 sogar der Strand zum Skatepark.

Die Höchstgeschwindigkeit des Track 1 soll bei knapp 33 Kilometern pro Stunde liegen, die Reichweite pro Akkuladung bei knapp 20 Kilometern. Bei Nachtfahrten können einfach die LEDs eingeschaltet werden. Wer mag, der montiert eine Lenkstange und einen Fußhalter für extra Stabilität. Aktuell kann man das Board für knapp 3000 US-Dollar auf Indigogo bestellen. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis Mitte Dezember.