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So löscht ihr eure Stimme von Alexa und Google

Cindy Michel 23.01.2018

Google, Amazon, Apple and Microsoft sammeln eure Sprachdaten, um ihre Assistenten zu verbessern. Wir zeigen euch, wie ihre eure Stimme von den Servern löscht.

Alexa, der Google-Assistent und Cortana hören immer zu, damit sie Befehle befolgen können. Wenn ihr die magischen Worte sprecht – "Alexa", "Cortana" oder "Hey Google" – dann erwachen sie zum Leben. Was, wenn ihr aber nicht möchtet, dass eure Stimme für immer und ewig auf den Servern dieser Unternehmen gespeichert wird? Dann gibt es zum Glück bei all diesen Sprachassistenten die Option, eure Daten zu löschen.

So entfernt ihr die Audiofiles, die Amazon Echo, Google Home, Siri und Cortana von euch gesammelt haben:

Alexa, lösche bitte alle meine Daten

Bei Alexa ist es möglich, einzelne Aufnahmen zu löschen – das könnte nützlich sein, wenn ihr Alexa etwas besonders Peinliches gefragt habt. Dafür müsst ihr einfach in die Alexa-App gehen. Dort können einzelne Aufnahmen entfernt werden. Dazu müsst ihr einfach die entsprechende Aufnahme anwählen und auf „Löschen“ drücken.

Wer eine gründlichere Methode bevorzugt und alle mit dem eigenen Account verknüpften Sprachaufnahmen entfernen möchte, geht bei Amazon auf die Seite „Meine Inhalte und Geräte“ und wählt dort das entsprechende Gadget aus. Unter jedem registrierten Echo gibt es die Option „Verwalte Sprachaufnahmen“. Wenn ihr euch hier durchklickt, erscheint zuerst die Warnung, dass das Löschen von Daten das „Alexa-Erlebnis abwerten“ könne und danach bekommt ihr die Option geboten, alles zu entfernen.

Ok Google, zerstöre dich selbst

Alle Interaktionen mit Google-Produkten – egal ob es sich dabei um eine Suche handelt, den mobilen Browser Chrome oder die YouTube-App – werden auf Googles „Meine Aktivitäten“-Portal aufgelistet. Dort gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, Daten einzelner Apps oder Daten aus bestimmten Zeiträumen zu entfernen.

Um eure Stimme von den Google-Servern zu löschen, startet ihr am besten bei der Option „Aktivitäten löschen nach“. Unter diesem Punkt könnt ihr einen Teil oder gleich alle eure Daten löschen.

Danach müsst ihr noch auswählen, welche Art von Daten entfernt werden sollen. Das Dropdown-Menü zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten (von Play Music bis zu Bildersuchen). Die Sprachdaten beseitigt ihr unter „Voice & Audio“ ganz unten im Menü. Alternativ könnt ihr hier auch einfach alle Informationen löschen, die mit dem Google-Assistenten, der Suche und den Google-Home-Produkten in Verbindung stehen.

Siri, vernichte alles

Bei Apple müsst ihr mehrere Hindernisse überwinden, um zumindest einige der Sprachdaten zu entfernen. Dafür müsst ihr sowohl „Siri fragen“ als auch die Diktierfunktion deaktivieren. Zum Abschalten von „Siri fragen“ öffnet ihr auf dem iOS-Gerät die Einstellungen, tippt auf „Siri & Suchen” und deaktiviert den Schalter für „Hey Siri” sowie den bei „Für Siri Home-Taste drücken”. Zum Deaktivieren der Diktierfunktion geht ihr ebenfalls in die Einstellungen und tippt dort auf den Punkt „Allgemein“, unter „Tastatur“ könnt ihr diese dann deaktivieren.

Allerdings schreibt Apple in seinen Hinweisen zum Datenschutz, dass ältere Daten für einen unbegrenzten Zeitraum gespeichert werden können: „Ältere Spracheingabedaten, die keine Rückschlüsse auf deine Person zulassen, können für eine bestimmte Zeit erhalten bleiben, um eine generelle Optimierung von ,Siri fragen‘, der Diktierfunktion und -funktionalität in anderen Produkten und Diensten von Apple zu ermöglichen.“ Dazu zählen laut Apple etwa Audiodateien, schriftliche Protokolle und technische Daten des Smartphones sowie die ungefähre Position des Gerätes.

Cortana, wo wird meine Stimme gespeichert?

Ähnlich wie Google verwaltet auch Microsoft eure Einstellungen sowie Cortana-Daten in einem eigenen Portal. Um die Sammelei zu unterbinden, geht ihr in die Cortana-Einstellungen, wählt „Notizbuch“ aus und klickt auf „Über mich“. Dann wählt ihr einen Microsoft-Account aus und meldet euch ab.

Dieser Text erschien zuerst bei WIRED UK.

Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED.uk
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