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Mit der AR-Brille von Leap Motion kann die virtuelle Welt angefasst werden

WIRED Staff 10.04.2018

Eine günstige Augmented-Reality-Brille, die auch ohne zusätzliche Handschuhe auf die Hände des Nutzers reagiert? Klingt vielversprechend und ambitioniert. Das Startup Leap Motion hat bereits eine Vorstellung, wie solch ein Gerät funktionieren könnte. Die Entwickler sagen, dass ihr Headset für unter 80 Euro zu produzieren wäre. Selbst herstellen wollen sie es allerdings nicht.

Leap Motion will Augmented Reality (AR) massentauglich machen. Dir Firma plant mit ihrem Headset Project North Star den Markt für AR-Brillen für Privatpersonen überhaupt erst einmal zu schaffen. Dafür müsste solch ein Headset nicht nur etwas leisten, sondern auch günstig sein. Der neuste Prototyp des Startups soll beide Kategorien erfüllen: Laut Mashable biete er eine gute Bildqualität, lasse Nutzer direkt mit den eigenen Händen mit AR-Objekten interagieren und koste in der Herstellung weniger als 80 Euro.

Mit der Brille von Leap Motion soll es möglich sein, virtuelle Objekte mit der Hand zu greifen und diese dann zu bewegen, ohne dass weitere Hardware wie etwa ein Handschuh nötig wäre. Auch wenn dann das haptische Feedback fehlt, wäre das ein äußerst intuitive Steuerungsmethode für AR-Anwendungen. Mit seiner einer Auflösung von 1600 mal 1440 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 120 Bildern pro Sekunde wäre das Headset sogbar besser als aktuelle Highend-Virtual-Reality-Headsets.

Die Baupläne für Project North Star sollen in der nächsten Woche Open Source veröffentlicht werden. Das würde bedeuten, dass Hersteller sie nutzen können, um eigene Produkte auf den Markt zu bringen — denn Leap Motion versteht sich als Entwicklerteam, nicht als Produzent. Der Traum vom AR-Headset für unter 80 Euro wird also noch einige Zeit auf sich warten lassen.