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Dieser Roboter applaudiert seinem Besitzer bis zum bitteren Ende

WIRED Staff 10.07.2018 Lesezeit 2 Min

Das in Tokio ansässige Unternehmen Bye Bye World hat eine Kickstarter-Kampagne für einen Applaus spendenden Roboter gestartet. Der schaut aus wie eine Tomate mit Armen und soll Menschen aufmuntern, die glauben, zu wenig Wertschätzung zu erhalten. Oh, und natürlich soll er auch Kunden in Geschäfte locken.

Zugegeben, er sieht schon verdammt dämlich aus. Big Clapper besteht aus einer roten Kugel auf einem langen Stiehl, großen Augen, dicken Lippen und zwei Händen, die über den Kopf reichen. Die Hände sind groß und weich und sollen beim Zusammenschlagen ein realistisches Klatschgeräusch erzeugen. Seine Umgebung und Menschen in der Nähe soll er über einen Bewegungssensor erkennen.

Vor einem Geschäft, im Empfangsbereich eines Bürogebäudes oder auf Partys motiviert er die Umherstehenden mit Anfeuerungsrufen und Applaus. Aber natürlich kann er auch in die Wohnzimmerecke gestellt werden, um zu Hause auch Menschen zu motivieren und aufzumuntern, die meinen, dass ihre großen Taten nicht genug gewürdigt werden. Big Clapper bietet dafür verschiedene Modi und kann, wenn gewünscht, auch im Takt eines Songs mitklatschen. Und, wer mag, kann ihn auch eigene Phrasen aufsagen lassen.

Die quietischige Roboterstimme, das laute Klatschen und die Kulleraugen sind ganz sicher nicht jedermanns Sache. Allerdings waren bereits bei einer ersten Orderphase im August 2017 zahlreiche Bestellungen eingegangen – deutlich mehr als die 100 Exemplare, die damals angeboten wurden. Und auch auf der CES in Las Vegas soll der 3.850 Euro teure Klatsch-Robo immerhin für Aufmerksamkeit gesorgt haben.

Um den Big Clapper nun im großen Stil zu produzieren, bittet Bye Bye World nun auf Kickstarter um eine Anschubfinanzierung und auch weitere Vorbestellungen. Umgerechnet 86.205 Euro will das Unternehmen dadurch einsammeln. Über 3.500 Euro haben die Entwickler schon – und 56 Tage bleiben der Kampagne noch.

Wenn ihr etwas mehr Applaus in eurem Leben wollt, wisst ihr jetzt, wie und wo ihr ihn bekommt. Großartig wäre, wenn der Ingenieur Masato Takahashi, der den Robo einst als Kunstprojekt konzipiert hatte, auch noch eine kleinere und günstigere Variante entwickeln würde, die dann auch auf den Schreibtisch passt. Damit ließen sich die Kollegen sicher wunderbar in den Wahnsinn treiben.