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Die Haarbürste mit App und WLAN ist der Gipfel des Internet of Things

Matt Burgess 04.01.2017

Wenn man etwas bauen kann, lässt es sich auch ans Internet anschließen, scheint die Devise vieler Tech-Hersteller zu sein. Von WLAN-Kühlschränken bis zu smarten Zahnbürsten wird die Spanne an vernetzten Produkten immer größer. Das neueste: eine Bürste, die Einsichten darüber liefert, wie man am besten sein Haar kämmt.

Withings, Kératase und L'Oréal haben auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas (hier geht's zum Liveticker) eine neue Haarbürste vorgestellt. Die Kératase Hair Coach hat einen CES Innovation Award für Wearable-Produkte gewonnen.

Die Bürste soll laut Hersteller „die Art und Weise neu erfinden, wie die Beziehung einer Person zu ihren Haaren aussehen kann“. L'Oréal sagt, dass „festes“ Bürsten die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass das Haar beschädigt wird. Ein Sprecher des Unternehmens sagte WIRED bei der Produktvorstellung, Forschungen hätten gezeigt, dass der Bedarf nach einer smarten Haarbürste bestehe und dass diese einen ähnlichen Service liefern könne wie ein professioneller Haarstylist.

Sobald man anfängt, sein Haar zu bürsten, beginnt die Bürste mit dem Datensammeln. Ein eingebautes Mikrofon nimmt das Geräusch des Bürstens auf und erkennt so Bewegungsmuster. Es soll die „Handhabbarkeit, Wuscheligkeit und Trockenheit des Haares sowie Spliss und Haarbruch“ erkennen können.

„Dreiachsige Gewichtssensoren messen die Kraft, die beim Bürsten auf das Haar und die Kopfhaut ausgeübt wird“, erklärt der Hersteller – während Leitfähigkeitssensoren erfassen würden, ob das Haar trocken oder nass ist. Die Bürste biete „eine komplette Haardiagnose, ohne das Haus verlassen zu müssen“, heißt es auf der Withings-Website.

Und natürlich ist sie vernetzt. Die von den Sensoren gesammelten Daten werden per Wi-Fi oder Bluetooth übertragen an die dazugehörige Mobil-App übertragen. Diese kombiniert die Informationen zum Beispiel mit dem Wetterbericht, hinsichtlich Feuchtigkeit und Temperatur. So soll die App in der Lage sein, „personalisierte Pflegeroutinen“ kreieren und Nutzer in die Lage versetzen, den Zustand ihrer Haare über die Zeit hinweg zu verfolgen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED UK.
Das Original lest ihr hier.

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