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Für euch ausprobiert: Die Gadget-Highlights der IFA 2016

Joely Ketterer, Dominik Schönleben 02.09.2016

Auf der IFA 2016 stellen große Unternehmen ihre wichtigsten Neuheiten des Jahres vor – aber auch viele kleinere Startups suchen das Publikum. Vieles von dem, was dort zu sehen ist, braucht kein Mensch. Aber es gibt auch Sinnvolles: Hier einige Gadgets, die wir dazu zählen würden.

Eine Vielzahl der Produkte, die auf einer Messe wie der IFA vorgestellt werden, sind einfach nur die nächste Generation eines bereits etablierten Produkts, mit besserer Hardware oder einem optischen Facelift. Langweilig. Es gibt aber natürlich auch Neuheiten, die niemand verpasst haben sollte. 

Lenovo Yoga Book
Immer mehr Hersteller wollen neue Geräte in der Nische zwischen Tablet und Laptop platzieren. Das auf der IFA vorgestellte Lenovo Yoga Book stellt hier etwas Besonderes dar. Das Convertible besitzt statt einer Tastatur einfach eine Touch-Oberfläche, die von Hinten mit dem Layout eines Keyboards erleuchtet wird. Das ist zuerst ungewohnt zum Tippen, hat aber einen Vorteil: Wird das Keyboard nicht gebraucht, kann es einfach nach hinten weggeklappt werden, damit sich das Gerät in ein Tablet verwandelt.

Zusätzlich kann auf diese Touch-Oberfläche ein dünner Block oder ein Blatt Papier gelegt werden. Ein darauf mit einem beliebigen Stift gezeichnetes Bild wird dann direkt auf den Bildschirm übertragen. Auch beim Betriebssystem sucht Lenovo den Kompromiss zwischen Tablet und Laptop. Das Yoga Book gibt es entweder mit Android oder Windows 10. 499 Euro für Android, 599 Euro für Windows

Withings Steel HR
Bei einem Blick aufs Handgelenk gibt die neue Generation des smarten Trackers Withings Steel HR per eingebautem Mini-Display gleich einen Überblick über die sportliche Aktivität. Was vorher nur mit der Withings-App zu verfolgen war, ist jetzt direkt abzulesen: Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und gelaufene Schritte.

Wer jedoch das elegante Design des Vorgängers mochte, könnte den Fitness-Trackers jetzt etwas zu grob finden – immerhin ist die Uhr durch das Display spürbar dicker geworden. Praktisch ist das neue Modell allemal. 199,95 Euro

TomTom VIO
Zum ersten Mal gibt es von TomTom jetzt auch ein Navi für Rollerfahrer. VIO verbindet sich per Bluetooth mit dem Smartphone und zeigt dann die dort eingestellte Routenführung an. Praktisch: Sobald man das Navi in die Halterung am Roller steckt, aktiviert sich automatisch die dazugehörige Smartphone-App. Für Fahrradfahrer eignet sich TomTom VIO nur begrenzt, denn spezielle Routen für deren Bedürfnisse gibt es nicht. 169 Euro

Nubia Z11 Smartphone
Mit dem Z11 bringt der chinesische Hersteller Nubia seine Android-Smartphones jetzt auch auf den europäischen Markt. Durch den Preis von 499 beziehungsweise 599 Euro positioniert sich das Telefon als Alternative zu den Flagship-Smartphones von Samsung oder Apple. Wodurch das Z11 überzeugen will? Eine Akkulaufzeit von 1,37 Tagen, selbst bei Heavy-Usern, und einem Fokus auf Fotografie sowie Videos. Mit dem Z11 soll es etwa möglich sein, gute langzeitbelichtete Aufnahmen eines vorbeiziehenden Sternenhimmels zu machen. Ab 499 Euro

Halo
Das smarte Armband des dänischen Design Studios Jacob Jensen wird durch Gestensteuerung bedient. Seine wichtigste Funktion: In Notfällen kann der oder die Trägerin mit dem Arm wedeln, woraufhin per App ein automatischer Notruf an den Partner oder die eigne Familie gesendet wird – inklusive GPS-Koordinaten. Alternativ können bis zu fünf verschiedenen Gesten genutzt werden, um Apps zu starten, einen Anruf anzunehmen oder den Auslöser der Kamera zu aktivieren. Die Farbe des Schmucks kann per unterschiedlichem Cover stets an das eigene Outfit angepasst werden. 199 Euro

Samsonite – Rucksäcke mit Ladestation
Die zwei größten Alltags-Tragödien: kein WiFi und Akku leer. Einer davon wirkt Samsonite entgegen. Die neuen Taschen und Rucksäcke haben eine integrierte, kabellose Powerbank. Die ist in einem kleinen Fach verstaut und lädt das Smartphone ohne dass es aus der Tasche genommen werden mus. Der Ladevorgang startet, sobald das Gerät hineingelegt wird. Zeitgleich kann auch ein Tablet per USB mit Strom versorgt werden.

Sennheiser AMBEO VR
Virtual Reality funktioniert am besten, wenn auch der Sound dreidimensional ist. Wer schon Teil des VR-Hypes geworden ist und selbst Videos dreht, braucht ein Mikro, das den Klang virtuell so aufzeichnet, wie er in der Umgebung der Aufnahme auch wahrzunehmen war. Mit dem Sennheisers AMBEO VR Mikrofon soll es möglich sein, professionellen VR-Sound aufzunehmen. Um die 2000 Euro

PicoBrew
Die smarte Braustation für die eigene Küche kommt jetzt auch nach Europa. Während die erste Version von PicoBrew noch eher für professionelle Craft-Beer-Brauer gedacht war, die neue Rezepte entwickeln wollen, gibt es jetzt mit dem Modell Pico eine Version, die es jedem zu Hause ermöglichen soll, eigenes Bier zu brauen. Knapp eine Woche dauert es, bis aus den vorgefertigten, online bestellten Zutaten ein Craft-Beer entsteht. Das Ziel von PicoBrew: Bier, das nur saisonal hergestellt wird oder nur in einem bestimmten Jahrgang verfügbar war, soll so ein zweites Leben erhalten. Ein entsprechendes Rezept inklusive Zutaten bekommen Hobby-Brauer dann über den zugehörigen Online-Shop. 1099 Euro plus 30 Euro pro Brauvorgang.

3Doodler Pro
Mit der ersten Generation des 3Doodlers war es möglich, dünne Kunststofflinien frei schwebend in die Luft zu zeichnen, die sofort aushärteten. So konnte man kleine oder auch größere 3D-Kunstwerke erschaffen. Ein bisschen erinnerte der Stift dabei an eine Klebepistole. Seine Weiterentwicklung 3Doodler Pro ist jetzt nicht mehr nur auf Plastik beschränkt. Mit ihm kann auch eine Plastikmischung gespritzt werden, die Holz oder Metall enthält. Während das nächste Kunstwerk entsteht, riecht es dabei dann angenehm nach verglühenden Holzspähnen.

Xiaomi YI 4K Action Camera
Leicht zu tragen und leicht zu nutzen: die Action Camera YI 4K von Xiaomi will GoPro Konkurrenz machen. Sie nimmt HR-Filme und Fotos auf, außerdem verfügt sie neben einem Retina-Touchscreen über Features wie Zeitraffer, Slow Motion, Zeitschaltuhr und Burst-Modus. Actiontauglich soll sie vor allem durch einen Algorithmus werden, der dafür sorgt, dass verwackelte Aufnahmen automatisch stabilisiert werden. Die Kamera soll auch bei Nacht und unter schlechten Lichtverhältnissen klare Aufnahmen liefern – und das in 4K. Mit der YI-App können die Videos direkt bearbeiten und sofort auf Social Media geteilt werden. Bis zu zwei Stunden Action soll die Kamera durchhalten. 269 Euro

Keezel Home Connect – das Verschlüsselungsgerät für das IoT
Es schützt das gesamte smarte Zuhause – Licht, Thermostate, Schlösser, Kameras, Babyphons, Drucker und Computer. Daten sollen durch Chiffrierung sicher vor Hacks, dem eigenen Internetanbieter und Überwachung sein. Jedes Gerät ist dabei seperat verbunden – falls doch mal eins gehackt wird, sollen mit Keezel die anderen sicher bleiben. Keezels verschlüsseltes Netzwerk wird mit einem einzigen Knopf bedient. 129 Euro

iskn Slate – der digitale Zeichenblock
Mit iskn Slate zeichnet man auf Papier, erstellt aber eine digitale Datei: Einfach den Lieblingsstift aussuchen, einen kleinen Ring daran befestigen und ein Blatt Papier auf den DIN-A5-großen, digitalen Zeichenblock legen – jeder Strich wird sofort digitalisiert und auf dem Bildschirm sichtbar. Die Dateien werden direkt auf dem Gerät gespeichert und können dort nachbearbeitet werden. 169 Euro

ICAROS
Als WIRED den ICAROS im Juni 2015 testete, war er noch ein Prototyp, mittlerweile ist die Kombination aus Heimtrainer und Flugsimulator jedoch marktreif. Das tägliche Muskeltraining für den Bauch soll mit ICAROS zum Spiel werden. Mit einer Samsung-Gear-VR-Brille können Spieler dann das Gefühl vom Fliegen erleben, indem sie in der zugehörigen App durch Ringe in der Luft tauchen, ähnlich wie beim damals legendär schlechten Superman-Videospiel für den N64. Beim ICAROS macht das jedoch tatsächlich Spaß, weil nicht der Analogstick sondern der eigenen Körper bewegt werden muss. Die neue ICAROS-App hat außerdem einen Multiplayer-Modus, bei dem Spieler ihre Freunde jagen und abknallen können – zumindest, wenn sich diese sich auch für den etwas exotischen Heimtrainer entschieden haben. Preis steht noch nicht fest.

ReSound LiNX²– das Hörgerät, mit dem man auch Musik hören kann
ReSound LiNX² ist ein modernes Hörgerät, das mit dem Smartphone gesteuert werden kann. Je nachdem, in welcher Umgebung sich der Träger oder die Trägerin befindet, können gewisse Umgebungsgeräusche gefiltert werden. Der besondere Dreh: Musik hören geht auch. Damit ist der kleine Knopf im Ohr Medizinprodukt und Entertainment-Device zugleich. Ab 800 Euro

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