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Zukunft der Musik / Diese Drohne ist ein fliegendes Schlagzeug

Dominik Schönleben 13.02.2015

Der Musiker Haig Beylerian ist der erste Drohnen-Drummer der Welt. Mit der an der University of Toronto entwickelten Flying Drum Machine mixte er einen Beat, indem er die Drohne wie ein fliegendes Schlagzeug auf unterschiedliche Weise antippte und schubste.

Laut Fast Company sollte das Projekt des Studenten Xingbo Wang eigentlich eine Drohne werden, die ihre ursprüngliche Flugbahn nach einer Kollision wieder aufnimmt. Doch wegen seiner Liebe zur Musik habe Wang die Drohne zu einer Drum-Machine weiterentwickelt. Je nachdem wie die Drohne durch Antippen oder Stoßen vom Kurs abgebracht wird, erzeugt ein Computer unterschiedliche Beats.

Wir schlagen physischen Kontakt als neue Methode der Mensch-Roboter-Interaktion vor.

Xingbo Wang, Entwickler der Drohne

Wang möchte durch sein Experiment infrage stellen, wie Menschen mit Drohnen interagieren: „Wir schlagen physischen Kontakt als neue Methode der Mensch-Roboter-Interaktion vor“, schreibt er in seiner Studie zur Flying Drum Machine. Das könne zu einem intuitiveren Interface und mehr Interaktion mit Maschinen führen.

Die Drohne deckt alle wichtigen Trommeln eines Schlagzeugs ab. Tippt man sie an den Seiten an, werden die Tomtoms geschlagen. Ein Stoß an der Vorderseite hingegen aktiviert die kleine Trommel. Auch die Bassdrum und ein Hi-Hat sind vorhanden. Für sie muss die Drohne entweder an ihrer Vorderseite oder in der Mitte nach unten gedrückt werden.

Das Drohnen-Schlagzeug zu spielen, erwies sich jedoch als schwieriger als gedacht: „Das Timing war tricky. Im Gegegensatz zu einem Keyboard oder einem Drumcomputer, gibt es keinen Moment, wo man einfach den Knopf loslassen kann“, sagt Drohnen-Musiker Haig Beylerian. Dieses Problem bestätigt auch Wang: Es gebe bei der Flying Drum Machine immer noch immer eine Verzögerung von 30 bis 40 Millisekunden, bevor der Sound gespielt wird. 

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