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WIRED empfiehlt: Geschenke in letzter Minute

WIRED Editorial 14.12.2017 Lesezeit 6 Min

Wer kurz vor Weihnachten noch dringend ein Geschenk braucht, kauft oft Blödsinn. Dabei gibt es heutzutage digitale Geschenke, die schnell per Facebook-Message oder E-Mail verschickt werden können. Wir zeigen euch die besten Optionen und haben ein Empfehlungen für konkrete Geschenke parat.

Einen Podcast: Träumende Tiere

Schlafen zu können ist bei mir momentan ein großes Thema – mit schnarchendem Freund und Großbaustelle vor dem Fenster. Wenn ich nicht wegdösen kann, höre ich Podcasts. Meine neue Entdeckung: Träumende Tiere bei Audible. In jeder Folge wird ein Tier beim Schlafen vorgestellt. Erst erzählt die Tierfilmerin Rosie Koch ein paar Anekdoten, dann lässt sie die Hörer allein mit Buckelwal, Känguru oder Lippenbär. Deren Atemgeräusche wiegen mich dann in den Schlaf. Durch die Podcast-Initiativen von Audible und Spotify gibt es mehr und mehr gute Podcasts, die nicht kostenfrei sind. Ihr verschenkt aber in diesem Fall nicht direkt den Podcast, sondern ein Abo für die Plattform – mit Hörempfehlung. Für Audible geht das direkt online. Bei Spotify leider nur per Prepaid-Karte, die es an fast jeder Tankstelle gibt. —30 Euro für ein 3-Monats-Abo auf Audible
Sarah Heuberger, Redaktions-Praktikantin

Ein Brettspiel: Secret Hitler

Weihnachtsgeschenke basteln? Ja, das ist Last-Minute tatsächlich eine Möglichkeit. Es gibt Brettspiele, die unter der Creative-Commons-Lizenz kostenlos als Download veröffentlicht wurden. Mein Favorit ist dabei Secret Hitler, eine Variante des Partyspiels Werwolf, bei der alle Spaß haben, nicht nur diejenigen mit einer Sonderrolle. Für eine eigene Version braucht man nur einen Drucker, etwas Karton, Kleber und eine Schere. Wer Spiele mit Nazi-Thema als Geschenk ungeeignet findet, kann alternativ auch einfach Two Rooms and a Boom runterladen. Viel Spaß beim Basteln! –fast kostenlos
Dominik Schönleben, Redakteur

Ein Hörbuch: Das Erwachen

Was beim Hören des neuen Andreas Brandhorst-Thrillers eine Gänsehaut verursacht, ist nicht so sehr die Erzählkunst des Autors (eher hölzerner Stil), sondern die Gewissheit: So weit entfernt von der Realität ist das gar nicht, was da erzählt wird. Im Zentrum der Geschichte steht ein Hacker, der eher zufällig ein Schadprogramm auf eine Welt loslässt, die dann im Chaos zu versinken droht. Und KI-Experten, die schnell erkennen: Der echte Gegner ist eine Künstliche Intelligenz. Die Geschichte denkt den Wettlauf Mensch-Maschine und die Risiken der Digitalisierung konsequent weiter. Das Erwachen ist dabei keine Hochliteratur, eher vergleichbar mit rasanten Science-Thrillern von Dan Brown oder Frank Schätzing. Wer Last-Minute einen Roman als Hörbuch verschenken will, kann das gut über die Plattform Thalia.de. Hier bekommt ihr es als Mp3, die ihr dann mit einem netten Gruß einfach weiterleiten könnt. —30 Euro als Mp3-Download
Domenika Ahlrichs, Stellvertretende Chefredakteurin

Zukünftigen Reichtum: Bitcoin

Hallo Mama! Falls du das liest, das soll keine Beschwerde sein. ABER, seit zehn Jahren schenkt ihr mir jedes Jahr einen Lottoschein zu Weihnachten. Gewonnen habe ich noch nie. Ich hätte da eine bessere Idee: Hättet ihr das Geld in Bitcoin investiert und mir geschenkt, müsste ich heute diesen Text nicht mehr schreiben und wäre Millionär. Deswegen meine Empfehlung an alle: Verschenkt zu Weihnachten Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Wie das geht? Meldet euch bei der Seite Coinbase.com an und kauft dort die Cryptowährung eurer Wahl. Dann holt ihr euch mit der App JAXX eine Krypto-Geldbörse – wird beim starten der App automatisch erstellt – und überweist die digitalen Münzen von Coinbase auf dieses Wallet. Von JAXX bekommt ihr beim Einrichten eine Passphrase, die aus zwölf Wörtern besteht. Die schreibt ihr auf eine Weihnachtskarte und steckt sie in ein Kuvert. Die App löscht ihr dann einfach wieder von eurem Telefon. Mit diesem Passwort kann sich der Beschenkte jederzeit die Kryptomünzen holen. Und falls ihr glaubt, dass die Bitcoin-Blase bevorsteht: Es gibt genug Alternativen wie Ether, LiteCcoin, IOTA oder Bitcoin Cash. —kostet so viel wie ihr wollt
Steve Haak, Redakteur

Digitale Musik: Kids in Love

Habt ihr auch jemanden in eurem Freundeskreis, den jedes Jahr der Winterblues überfällt und für den euch kein Geschenk einfällt? Schenkt ihm digitale Musik. Zum Beispiel das neue Tropical House Album Kids in Love von Kygo – aufdrehen, Augen zu, Cocktail in der Hand und man fühlt sich (fast) wie letzten Sommer am Strand von Ibiza. Wichtig ist dabei, dass ihr herausfindet, welchen Musikdienst der Beschenkte nutzt. Bei iTunes oder Google Music könnt ihr einzelne Songs direkt über die App verschenken. Bei Amazon hingegen müsst ihr Mp3s kaufen und dann selbst verschicken. Sollte euer Freund oder eure Freundin schon längst ein Streaming-Abo haben, dann solltet ihr euch lieber für ein anderes Geschenk aus unserer Liste entscheiden. —11 Euro
Isabell Augustin, Assistenz und Office-Management

Ein Videospiel: Reigns – Her Majesty

Die Fortsetzung von Reigns ist das Tinder für feudale Herrschaft. Ihr seid die Königin und swiped die Wünsche eurer Untertanen nach links oder rechts. Das Ziel: Ein Gleichgewicht der Mächte halten, damit ihr nicht auf der Guillotine oder dem Scheiterhaufen landet. Ein ideales Spiel für kurze Wartezeiten und ein gutes Geschenk. Ich zumindest lag schon viele Nächte zu lange swipend im Bett, um zu erfahren, wie die Story weitergeht. Am einfachsten lassen sich digitale Spiele noch immer über Steam verschenken. Dort kann beim Checkout einfach ein Haken gesetzt werden, damit das Spiel als Geschenk direkt per E-Mail verschickt wird. Ähnlich funktioniert das auch bei der Download-Plattform GOG, dort ist die Auswahl jedoch weitaus beschränkter. Reigns: Her Majesty bekommt ihr auch für iOS oder Android. Apps können aber nicht ohne Weiteres verschenkt werden. Wie das geht, erfahrt ihr im nächsten Abschnitt. —3 Euro
Dominik Schönleben, Redakteur

Eine App: Blinkist

Mehr lesen. Das war mein Neujahrsvorsatz für 2017. Und zwar nicht nur all die Texte für die tägliche Arbeit, oder jene Artikel, die mir mein Social-Stream sekündlich auf den Bildschirm knallt. Sondern so richtig lesen: Bücher zum Beispiel. Zwei Stück pro Monat wollte ich schaffen, 24 im ganzen Jahr. Es sind bisher nur 16 geworden. Die anderen acht habe ich jetzt dazu geschummelt: Ich habe mir für 49,99 Euro ein Jahresabo bei Blinkist geholt. Eine App, die kurze Zusammenfassungen von Sachbüchern anbietet. Die Buchvorstellungen sind wirklich gut, informativ und stellen die wichtigsten Kernaussagen dar. Ich kann die App als perfektes Last-Minute-Weihnachtsgeschenk empfehlen. Leider ist es in Deutschland nicht möglich, über die App Stores einzelne Apps zu verschenken. Der Umweg geht über diese Prepaid-Guthabenkarten, die es eigentlich nur im Laden gibt. Am besten aber mit einem kleinen Trick: Wenn ihr solch eine Karte über ebay bei einem Reseller kauft, dann bekommt ihr den Code von der Rückseite innerhalb weniger Stunden per Mail zugeschickt. Den könnt ihr dann einfach mit einer persönlichen Liste von App-Empfehlungen als kleines Geschenk weiterleiten. —55 Euro für einen 50 Euro Gutschein
Nikolaus Röttger, Chefredakteur