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Der Google Assistant weiß mehr als Cortana, Alexa und Siri

Michael Förtsch 30.04.2018 Lesezeit 3 Min

In einer Studie sind digitale Sprachassistenten verglichen worden. Dabei hat der Google Assistant am besten abgeschnitten. Apples Siri landete hingegen weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Rund 5.000 verschiedene Fragen hat die US-Marketing- und Beratungsagentur Stone Temple Consulting den derzeit bekanntesten und meist genutzten Sprachassistenten gestellt. Nämlich Google Assistant, Amazons Alexa, Microsofts Cortana und Apples Siri. Dabei bewerteten die Tester die Sprachassistenten danach, wie oft sie eine Frage zu verstehen glaubten und eine Antwort versuchten und vor allem, wie oft diese konkreten Antworten dann auch korrekt und hilfreich ausgefallen sind. Dabei ging es nicht darum, den Fähigkeitsumfang – wie beispielsweise die Möglichkeit einen Tisch im Restaurant zu reservieren – zu bestimmen, sondern zu evaluieren, welcher Assistent „aus einer Wissensperspektive heraus der Klügste ist.“

Gefragt wurde beispielsweise, wie „Wie schnell ist ein Jaguar?“, „Wer ist die Stimme von Darth Vader?“ oder auch „Warum sind Feuerwehrautos rot?“ Der Google Assistent für das Smartphone führte dabei mit weitem Abstand. Insgesamt lieferte er auf die 5.000 Fragen in über 90 Prozent der Fälle eine Antwort, die zu fast 80 Prozent auch eine korrekte Antwort war. Gefolgt wird der Google Assistent dabei von sich selbst. Nämlich in der Fassung für den Heimassistenten Google Home, die jedoch einen schlechteren Schnitt liefert. Die Frage eines Nutzers zu verstehen gelang hier zu etwas weniger als 90 Prozent. Von den gelieferten Antworten waren nur noch 65 Prozent als richtig oder hilfreich einstufbar. Die genaue Ursache für die Differenz ist unklar.

Überraschend: Microsofts Cortana liegt dicht hinter dem Google Assistent für Google Home. Der durch die KI aus der Videospiel-Reihe Halo inspirierte Sprachassistent antwortete auf 90 Prozent der Fragen. Hier waren im Durchschnitt über 60 Prozent der Antworten richtig. Amazons Alexa gelang es in knapp über 80 Prozent der Anfragen eine Antwort zu liefern. Davon war aber lediglich die Hälfte brauchbar. Nochmal schlechter schnitt Apples Smartphone-Begleiter Siri ab. Der Sprachassistent formulierte auf glatt 80 Prozent der Fragen eine Antwort. Wobei jedoch nicht einmal jede zweite Antwort korrekt oder für den Nutzer hilfreich ausgefallen ist. Damit ist Siri weit hinter den anderen Sprachassistenten abgeschlagen.

Immerhin: Siri ist der witzigste Assistent und lieferte die meisten Scherzantworten. Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens antwortet Siri: „Alles spricht dafür, dass es Schokolade ist.“ Zudem konnte sich Siri im Vergleich zur Stone-Temple-Studie aus dem Vorjahr verbessern. Da lieferte die iPhone- und iPad-Assistenz gerade einmal zu 30 Prozent eine nützliche Antwort. Am meisten zugelegt hat jedoch Amazons Alexa. Hier sollen die korrekten Antworten um den Faktor 2,7 gestiegen sein. Für Apple existiert also dringlicher Aufholbedarf. Zudem könnte Alexa bei dem Tempo, den Amazons Entwickler offenkundig vorlegen, bald zu Google an die Spitze rücken.