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Brennendes Samsung Galaxy Note 7: Zwei Akku-Fehler waren schuld

WIRED Staff 23.01.2017

Der Leiter von Samsungs Mobilsparte, DJ Koh, hat sich im Namen des südkoreanischen Unternehmens für die brennenden Note-7-Modelle entschuldigt. Zwei separate Eigenschaften der beiden verbauten Batterie-Typen wurden demnach als Ursache für die verheerende Fehlfunktion identifiziert. Die Hauptschuld soll nicht bei Samsung, sondern bei einem Zulieferer liegen.

Samsung hat die Fehlersuche mit großem Aufwand betrieben: Wie Recode noch einmal zusammenfasst, sollen 700 im Herbst abgestellte Samsung-Techniker über 200.000 Note-7-Modelle  und 30.000 separate Akkus untersucht haben. Ihre Ergebnisse wurden zudem von den externen Prüfdienstleistern – darunter auch die deutsche TÜV Rheinland AG – bestätigt: Das Design der Akkus und die Art ihrer Herstellung tragen demnach die Schuld. Die erste im Note 7 verbaute Akku-Variante hatte einen Design-Fehler, der dafür sorgte, dass sich Elektroden im Gebrauch bogen. Mit dem Design der zweiten Akku-Generation soll alles in Ordnung gewesen sein – laut Samsung war in diesem Fall ein Herstellungsfehler des externen Zulieferers schuld.

Das Unternehmen wies noch einmal darauf hin, dass das Smartphone selbst fehlerfrei funktioniert habe und demnach keine Schuld an den Vorfällen trägt. Samsung kann allerdings nicht die gesamte Verantwortung von sich weisen, da zum Beispiel die erste Akku-Version von einer Konzerntochter stammte. Gegenüber Recode sagte DJ Koh: „Es war eine sehr schmerzvolle Periode, aber in diesen Monaten haben wir eine Menge gelernt. [...] Ich wünsche mir, dass all das als Chance verstanden wird, die Sicherheit von Lithium-Ionen-Akkus nicht nur für Samsung, sondern für alle Hersteller zu verbessern.“

Samsungs Galaxy Note 7 kam am 19. August 2016 auf den Markt und sorgte zunächst einmal für positive Schlagzeilen in Bezug auf Leistung und Laufzeit. Nach vermehrt auftretenden Meldungen über brennende oder gar explodierende Note-7-Modelle startete Samsung ein weltweites Austauschprogramm. Als jedoch auch bei der zweiten Generation ähnliche Vorfälle beobachtet wurden, stampfte der Konzern das Modell ganz ein. Der finanzielle Schaden beläuft sich auf mehr als 5 Milliarden Dollar.

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