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Best of Gadgets 2016: Die Lieblingsgeräte der WIRED-Redaktion

WIRED Team 02.12.2016

Die WIRED-Redaktion präsentiert ihre Gadget-Highlights 2016. Egal ob Smartphone oder Kamera, Kopfhörer oder VR-Brille, Smartwatch oder Spielzeug: Die Geräte auf dieser Liste haben nicht nur das vergangene Jahr geprägt – sondern sind auch wegweisend für das kommende.

Smartphone: Google Pixel

Google Pixel

Viele Hersteller haben es versucht, aber erst Google ist es 2016 gelungen, ein Highend-Android-Smartphone auf den Markt zu bringen, das sich nicht wie ein Kompromiss anfühlt. Mit dem Pixel hat der Android-Markt endlich ein Gerät, das technisch auf ganzer Linie überzeugt und gleichzeitig ein Lifestyle-Produkt ist. Dabei ist es eher Nebensache, ob Google wirklich Apple-Fans zum Wechsel bewegen kann (vermutlich eher nicht), dieses Telefon ist für Android-Nutzer derzeit einfach die erste Wahl. Zumindest für alle, die bereits sind, das gleiche wie für ein iPhone auszugeben. Allen anderen bleibt das OnePlus 3T für knapp die Hälfte. – 759 Euro

Virtual Reality: PlayStation VR

PlayStation VR

Die PlayStation VR ist nicht deswegen die Virtual-Reality-Brille des Jahres, weil sie die beste Grafik, das genauste Headtracking oder die ausgereiftesten Motion-Controller hat. Sondern weil sie einfach zugänglich ist. Wenn eine Highend-Brille die Virtuelle Realität in den Mainstream katapultieren wird, dann ist es die PlayStation VR. Sie hat zwei Vorteile gegenüber der Konkurrenz: Den wirklich einfachen Aufbau – auch technisch wenig versierte Nutzer können schon nach wenigen Minuten losspielen. Und den Preis: Während für Oculus Rift und HTC Vive zuerst ein mindestens 1500 Euro teurer Highend-PC gekauft werden muss, setzt die VR-Brille von Sony nur eine PlayStation 4 für knapp 300 Euro voraus. Obwohl andere Brillen das intensivere VR-Erlebnis und mehr Spiele bieten, liegt die PS VR deswegen vorn. – 399 Euro

Virtual Reality 2: XMG Walker

XMG Walker

Wer sich seine Leidenschaft für Virtual Reality etwas kosten lässt, kam 2016 nicht um den XMG Walker herum: ein Rucksack, in dem ein Highend-PC verbaut ist und der mit der HTC Vive verbunden wird. Kein über den Boden schleifendes Kabel mehr also, über das Spieler stolpern könnten. Der große Vorteil der neu gewonnenen Bewegungsfreiheit ist, dass man sich beliebig schnell um die eigene Achse drehen kann. So werden vor allem rasante Shooter wie Holopoint oder Space Pirate Trainer zum intensiven Erlebnis. Der XMG Walker gibt einen Vorgeschmack darauf, wohin sich VR entwickeln wird, wenn die notwendige Technik immer kleiner und leichter wird. – ab 3299 Euro

Drohne: DJI Mavic Pro

DJI Mavic Pro

Bei eigentlich allen Videodrohnen, die in letzter Zeit herausgekommen sind, stellte sich eine Frage: Ist dies nun das Modell, mit dem das obskure Hobby Drohnenfliegen zum Massensport wird? Am ehesten hätte man dabei auf GoPros erste Drohne gewettet, doch die Karma erwies sich als technisch unausgereift. Im November wurde sie sogar aufgrund von Sicherheitsmängeln zurückgerufen – zur gleichen Zeit, als Apple begann, die DJI Mavic Pro in seinen Stores zu verkaufen. Ein Ritterschlag für den chinesischen Hersteller, der mit der Phantom-Serie den Highend-Consumer-Drohnenmarkt seit Jahren beherrscht. Bei der Mavic hat das Unternehmen all sein Knowhow in eine extrem kompakte Videodrohne für fast jedermann gesteckt. Die Mavic ist perfekt verarbeitet, robust, leicht zu bedienen, vollgestopft mit Sensorik und ausgelegt für alle smarten Flugmodi. Und selbst wenn die 4K-Aufnahmen nicht ganz so brillant sind wie die der Phantom 4, so kann man sie in der Postproduktion leicht korrigieren. Kurz gesagt: Die DJI Mavic Pro ist die (allerdings nicht ganz billige) Massendrohne, auf die Hobbypiloten gewartet haben. – 1199 Euro

Kamera: The Impossible Project I-1

The Impossible Project I-1

Muss Polaroid wirklich gerettet werden im Zeitalter der Smartphone-Kameras? Nachdem wir die I-1 von The Impossible Project getestet haben, waren wir über unsere eigene Antwort überrascht: Ja, denn die Sofortbild-Fotos haben noch immer ihren Charme. Wer sich also wirklich nochmal an Analogfotografie versuchen will, dem können wir diese modernisierte Polaroid-Kamera nur empfehlen. – 349 Euro

360-Grad-Kamera: Theta S

Theta S

2016 wagten sich mehr und mehr große Hersteller an 360-Grad-Kameras, darunter auch Samsung und Nikon. Doch als klarer Gewinner ging die Theta S von Ricoh hervor. Obwohl die Integration mit Facebook und anderen Social-Media-Seiten nicht perfekt ist, bleibt ein entscheidender Vorteil: Sie schießt wirklich gut Fotos – im 360-Grad-Bereich ist das leider noch keine Selbstverständlichkeit. Das stabförmige Design eignet sich perfekt, um 360-Grad-Selfies aufzunehmen – einfach Arm in die Luft strecken und abdrücken. Vor allem auf Facebook wirken die großartig. – 399 Euro

Smart-Lautsprecher: Amazon Echo

Amazon Echo

An den Amazon Echo werden wir uns in ein paar Jahren vielleicht erinnern, wie an das erste iPhone: als überraschend gutes Gadget der ersten Generation, das die Art und Weise veränderte, wie wir mit Technologie interagieren, das aber noch längst nicht ausgereift war. Alexa, der in den smarten Lautsprecher integrierte Digital-Assistent von Amazon, kann bereits viel und wird im kommenden Jahr vermutlich immer schlauer – wenn es genug Daten von echten Usern gibt, die zur Verbesserung genutzt werden können. Und selbst wenn Amazon am Ende nicht als Sieger aus dem Wettstreit um den besten persönlichen Assistenten hervorgeht, hat man immer noch einen wirklich guten Bluetooth-Lautsprecher zu Hause, der nicht viel teurer war als seine Konkurrenz. – 179,99 Euro

Bluetooth-Lautsprecher: JBL Charge 2+

JBL Charge 2+

Bluetooth Speaker brauchen genau zwei Dinge: lange Akkulaufzeiten und guten Sound. Zusätzlich dazu ist der JBL Charge 2+ auch noch laut genug, um die Grillparty mit Freunden am See so zu beschallen, dass auch wirklich alle etwas hören. Das Praktische dabei: bis zu drei Leute können per Bluetooth gleichzeitig die Kontrolle über die Musik behalten. Einziges Minus: Die Freisprechfunktion für Anrufe taugt nichts, aber die sollte sowieso nicht der Grund sein, warum man einen Bluetooth-Speaker kauft. – 169 Euro

Bluetooth-Kopfhörer: Bose QuietComfort 35

Bose QuietComfort 35

Abseits von Partys, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, ist hingegen das Abschirmen des eigenen Musikgenusses entscheidend. Hier liegt Boses QC35 mit Geräuschunterdrückung ganz weit vorn. Mit dem besten Noise-Cancelling auf dem Markt sorgen die Kopfhörer nicht nur dafür, dass andere nicht gestört werden, sondern blenden auch die Geräuschkulisse um euch herum komplett aus. Der QC35 ist extrem leicht, kann kabellos verwendet werden und bietet einen hervorragenden Klang mit nur wenigen Abstrichen. – 349 Euro

Highend-Kopfhörer: GRADO GS2000e

GRADO GS2000e

Handgearbeitet aus Mahagoni, Ahorn und Nappaleder und trotzdem rund 250 Gramm leicht: Der GRADO GS2000e ist nicht nur optisch ein Ausnahmestück. Die resonierenden Hölzer sorgen für einen extrem klaren und luftigen Klang, jedes Instrument, jede Schicht kann wahrgenommen werden. Das geht etwas auf Kosten der Bässe, aber das Klangbild ist dennoch überragend. Geliefert werden die Kopfhörer mit einem hochwertigen – und schweren – Stereokabel, es wiegt fast so viel wie die Kopfhörer selbst. Ein echter HiFi-Kopfhörer, gedacht für Audiophile, die sich gern zu Hause vor der Anlage in Musik vertiefen. Einziger Nachteil: Durch die offen-dynamische Bauweise des Kopfhörers müssen alle in der Umgebung ebenfalls mithören. – 1699 Euro

Smartwatch: Apple Watch Series 2

Apple Watch Series 2

Sie kann immer noch nicht alles, bietet aber einige entscheidende Nachbesserungen im Vergleich zum Vorgänger: Die Apple Watch Series 2 wird dank GPS-Empfang endlich auch zum sinnvollen Fitness-Tracker und kann dank Wasserdichte nun auch beim Schwimmtraining getragen werden. Der Preis ist selbst für das günstigste Modell nach wie vor sehr hoch – dafür erhält man aber auch eine der am besten ausgestatteten Smartwatches auf dem Markt. Läufer sollten sich auch die Special-Edition von Nike einmal genauer ansehen. – 419 Euro

Wearable: Pokémon Go Plus

Pokémon Go Plus

Welchen Sinn hat ein Wearable, wenn es seinen Nutzer schlussendlich nicht dazu animiert, mehr Sport zu treiben? Gegen dieses Problem kämpfen die unterschiedlichsten Hersteller mit Gamifikation und bunten Statistiken in ihren Apps. Die Firma aber, die dieses Jahr die Menschen wirklich dazu brachte, ihre 10.000 Schritte täglich zu laufen, war am Ende kein Fitness-Tracker-Spezialist, sondern ein Spieleentwickler: Niantic. Durch das Smartphone-Spiel Pokémon Go liefen US-Amerikaner laut einer Studie von Stanford und Microsoft im ersten Monat nach dem Release 25 Prozent mehr, das waren insgesamt 144 Milliarden Schritte. Ähnliches verzeichnete auch der Fitnesstracker-Hersteller Jawbone. Deshalb ist das Pokémon-Go-Plus-Armband unser Wearable des Jahres, es hat Menschen tatsächlich dazu gebracht, sich mehr zu bewegen. Vielleicht können Fitbit und Apple Health davon noch etwas lernen. – 39,99 Euro

Spielzeug: Lingumi

Lingumi

„Apple! Banaaaaana! Frog...“ Erstaunlich, wie schnell Kinder lernen. Eben noch saßen sie nur staunend vor dem Tablet, jetzt werfen sie sich schon in gekonnt britischem Tonfall verbal Früchte und Frösche an den Kopf. Vier Schaumstoffwürfel in unterschiedlichen Farben und ein Tablet sind alles, was es mit der Sprach-App Lingumi zum Englischlernen braucht (abgesehen von dem Erwachsenen, der die Anweisungen vorlesen muss). Für die Altersgruppe 2-5 ist Lingumi von all den Lernspielzeugen, die wir uns 2016 angesehen haben, unser Favorit. Schon die Kleinsten haben hier auf simple Weise Erfolgserlebnisse, was auch den dabeisitzenden Eltern zunehmend Spaß macht. Die deutschen Texte haben zwar ein paar kleine Fehler, aber das schmälert den guten Gesamteindruck nicht. – 49,90 Euro

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