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Acer baut jetzt Wearables für buddhistische Mönche

WIRED Staff 06.03.2018 Lesezeit 2 Min

Das neue Gadget von Acer richtet sich an gläubige Buddhisten: Leap Beads ist eine Gebetskette mit Bluetooth-Verbindung. Mit der dazugehörigen App kann gutes Karma dann auf einer eigenen Social-Media-Plattform geteilt werden.

Die Acer Leap Beads sehen aus, wie eine reguläre Gebetskette mit Holzperlen. In der zentralen Perle befindet sich jedoch ein Chip, der zählt, wie oft die Kette beim Beten der Mantras durch die Hand des Nutzers gewandert ist. Das soll dem Gläubigen helfen, sich auf das Gebet zu konzentrieren, da ihm das Gadget das Zählen abnimmt. Die so gesammelten Karmapunkte können dann mit anderen Nutzern in der dazugehörigen Social-Media-App verglichen werden.

Die smarte Gebetskette soll in Zukunft vielleicht noch weitere Funktionen bekommen: So wäre es möglich, dass über die Kette bezahlt oder gespendet wird. Außerdem könnten Kunden durch Leap Beads in Acers Heimat Taiwan dann Rabatte in buddhistischen Restaurants und Geschäften bekommen.

Es ist nicht die erste Möglichkeit für Buddhisten, ihren Glauben quasi in ein virtuelles Punktesystem zu übertragen: Das Startup Lotos Network hat in den USA zum Beispiel im Sommer 2017 eine eigene Kryptowährung herausgebracht, die Nutzer für Meditation und die Verbreitung der Lehre erhalten.

Gebetsketten sind nicht nur im Buddhismus, sondern auch im Islam und im Christentum bekannt. Entsprechend könnte Acer sich künftig mit angepassten Varianten der Leap Beads auch weitere Märkte erschließen – wenn die Kette erfolgreich sein sollte. Der Buddhismus war allerdings schon immer innovationsfreudiger als die meisten Religionen — die aus Tibet bekannten Gebetsmühlen sind letztlich auch Maschinen für Gebete.

Leap Beads soll umgerechnet knapp 100 Euro kosten und wird vorerst nur für den asiatischen Markt erscheinen.