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Tesla T1: Dieser Konzept-Rennwagen lädt sich selbst auf

Michael Förtsch 27.04.2017

Wie würde ein Rennwagen von Tesla aussehen? Spanische Design-Studenten beantworten die Frage mit einem Konzept: Ihr Tesla T1 ist nicht futuristisch, sondern erzeugt mit Windkraft seinen eigenen Strom.

Elon Musk und seine Elektroauto-Schmiede Tesla haben viel vor. Im Rennsport mitzumischen gehört dazu. In der Electric GT World Series werden etwa alle Fahrer mit modifizierten Model-S-Wagen des Herstellers antreten. Doch ein eigenes Motorsportteam, um bei traditionsreichen Rennen mitzumachen, gibt es nicht. Noch nicht.

Das glaubt zumindest eine Gruppe Studenten der Design-Hochschule IED Barcelona. Sie haben unabhängig von Elon Musks Firma schon mal einen Flitzer für ein hypothetisches Tesla-Team entworfen, das 2030 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans antreten und gewinnen soll.

Der Tesla T1 wurde von Studenten der Design-Hochschule IED Barcelona entworfen

Den Konzeptwagen haben die Designer um Omar Alfarra Zendah schlicht T1 getauft. Er erinnert mit seiner kapselartigen Karosserie und den halb ummantelten Rädern an die futuristischen Science-Fiction-Autos des Grafikers Syd Mead. Der T1 soll aber nicht nur ein Traumauto sein, sondern reale Probleme adressieren. Um den Wagen so leicht wie möglich zu machen, sollen die Felgen etwa aus Magnesium gefertigt und die Reifen mit Graphen verstärkt werden. Um sicher und schnell durch Kurven zu kommen, schlagen die Studenten vor, nicht die Räder, sondern die jeweils ganze Vorder- und Hinterachse einschlagen zu lassen. So würde das Fahrzeug besonders agil und beherrschbar.

Als Motorisierung haben die Designer einen Elektroantrieb im Kopf, der 1350 PS liefert und den T1 auf bis zu 410 Kilometer pro Stunde beschleunigen würde. Doch dieser würde selbst modernste Akkus in kürzester Zeit leersaugen. Die Lösung sehen Zendah und sein Team in einem vom Ingenieur Alexander Gorlov erdachten Turbinen-System.

Das Turbinensystem nach Alexander Gorlov

Dessen vertikale Rotorblätter aus Aerogel sollen in die Räder integriert werden und von dort Luft in eine große Turbine am Heck ziehen. Dadurch würde stetig Strom nachgeliefert, damit der Wagen nicht schon nach den ersten Runden liegen bleibt. Viele der Ideen, die im Tesla T1 stecken, sind technisch noch nicht umsetzbar. Die Studenten sagen, der Konzeptwagen sei zunächst nur ihre Vision davon, wie die Zukunft von Rennen wie Le Man aussehen könnte.

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