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Lamborghini und MIT präsentieren gemeinsames Hypercar

WIRED Staff 08.11.2017

Das Konzeptauto Terzo Millennio ist vollelektrisch, kann autonom fahren, hat eine selbstheilende Karosserie und jede Menge neuer Technologien. Der Sportwagenhersteller Lamborghini und das MIT wollen mit ihm zeigen, wie so genannte Hypercars im dritten Jahrtausend aussehen und funktionieren könnten.

Das MIT und Lamborghini haben beim Terzo Millennio Konzepte in fünf Bereichen des Fahrzeugbaus umgesetzt: Energiespeicher, Materialinnovation, Antriebssystem, Design und das Konzept von Emotionen beim Fahren wurden dabei wissenschaftlich angegangen. Dabei herausgekommen ist ein Konzeptauto, das tatsächlich Maßstäbe für die künftige Entwicklung der obersten Spitzenklasse von Sportwagen setzen könnte.

Für den Antrieb will das MIT Superkondensatoren einzusetzen anstatt normaler Batterien. Damit ließe sich bei entsprechender Entwicklung der Technologie ein Energiespeicher bauen, der gleichzeitig be- und entladen werden kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithiumzellen hätten Superkondensatoren zudem eine stets gleichbleibende Spannung und mehr Ladezyklen an Lebenszeit. Der eigentliche Antrieb erfolgt dann über elektrische Nabenmotoren in allen vier Rädern.

Bei der Hülle setzt der Terzo Millennio auf Kohlefasern, deren Segmente ebenfalls Teil des Energiespeichers werden könnten — eine revolutionäre Technologie, an der MIT-Professor Anastasios John Hart forscht. Die Karosserie würde indes nicht nur Strom speichern, sondern auch kleinere Schäden wie Kratzer und Risse automatisch erkennen und selbstständig reparieren.

Auch Lamborghini plant mit dem Terzo Millennio für eine Zukunft mit fahrerlosen Autos. Mit einem virtuellen Cockpit soll der Wagen seinem Besitzer derweil eine Runde auf einer Rennstrecke vormachen, der dieser dann nacheifern kann — ganz wie in einem Videospiel inklusive einem durchsichtigen Geisterauto, das die Zeitvorgabe aufzeigt.