UN-Klimakonferenz: Die Werbelügen globaler Konzerne

Benedikt Plass-Fleßenkämper 01.12.2015 Lesezeit 2 Min

Mit bitterbösen Slogans protestiert das internationale Künstlerkollektiv Brandalism gegen die Werbelügen globaler Konzerne. Anlässlich der Weltklimakonferenz haben die Aktivisten 600 markenkritische Plakate in Paris aufgehängt.

„Es tut uns leid, dass wir erwischt wurden — Volkswagen.“ Das Künstlerkollektiv Brandalism protestiert mit einer groß angelegten Kampagne gegen die Machenschaften der großen Konzerne. Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Paris haben die Aktivisten nach eigenen Angaben 600 Adbusting-Plakate in der Stadt aufgehängt. Die Bilder orientieren sich an der Werbegestaltung der Originale, weisen aber unübersehbar auf bestehende Probleme und die Doppelmoral der Geschäftswelt hin.

Mit deutlichen Worten nimmt Brandalism damit Unternehmen wie Air France oder Volkswagen, aber auch Politiker wie Barack Obama, David Cameron oder den japanischen Premierminister Shinzō Abe ins Visier. Joe Elan, einer der Initiatoren, erklärt: „Indem sie die Klimakonferenz sponsern, können sich Umweltsünder wie Air France damit brüsten, an der Lösung mitgearbeitet zu haben. Dabei sind sie Teil des ganzen Problems.“

Brandalism ist ein internationales Künstlerkollektiv und wurde 2012 in London gegründet. Bereits damals machte die Gruppe in der britischen Hauptstadt mit aufwendiger Guerilla-Kunst auf sich aufmerksam.

An der Produktion der Paris-Plakate arbeiteten 82 Künstler aus 19 Nationen mit. Zwar werden die Künstler auf den Arbeiten nicht namentlich erwähnt, trotzdem ist inzwischen durchgesickert, dass beispielsweise Escif, Paul Insect oder Kennard Phillipps an den Werken mitgewirkt haben.