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Essbarer Horror: Der Kubrick-Filmklassiker „Shining“ mit Lebensmitteln nachgestellt

Benedikt Plass-Fleßenkämper 30.06.2015

Stanley Kubricks Horrorfilm „Shining“ zählt zu den bedeutendsten Werken des Genres. Nun feiert der 35 Jahre alte Klassiker in der Bilderserie „All Food and No Play“ ein Comeback der kulinarischen Art: Der Fotograf Davide Luciano und die Lebensmittel-Stylistin Claudia Ficca haben die berühmtesten Momente des Films mithilfe von Essen rekonstruiert.

Mit „Shining“ (Originaltitel: „The Shining“) hat Stanley Kubrick 1980 eine visuell verstörende Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King abgeliefert. Der dreifache Oscar-Preisträger Jack Nicholson brilliert in dem Horrorklassiker in der Rolle des Schriftstellers Jack Torrance, der sich mit seiner Familie in das verlassene Overlook-Hotel in den Bergen von Colorado zurückzieht, um dort seinen neuen Roman zu schreiben.

Die kulinarische Interpretation des eingefrorenen Jack.

Dort verfällt er nach und nach dem Wahnsinn — und tippt immer wieder einen bestimmten Satz in seine Schreibmaschine: „All work and no play makes Jack a dull boy“ (auf deutsch etwa: „Nur Arbeit ohne Spielen macht aus Jack einen stumpsinnigen Jungen.“). Diese Phrase haben der Fotograf Davide Luciano und die Food-Stylistin Claudia Ficca, die als Paar in New York leben, für ihre Serie „All Food and No Play“ neu interpretiert: Sie stellen darin denkwürdige Momente aus „Shining“ nach — mit Lebensmitteln. So ist zum Beispiel eine Buchstabensuppe zu sehen, die zu dem Wort „Redrum“ zusammengesetzt ist.

Dieses hatte im Film der Sohn des Schriftstellers mit Lippenstift auf eine Tür gekritzelt, rückwärts gelesen heißt es „Murder“ — Mord.

Für ein anderes Bild hat das Kreativduo das berühmte Labyrinth des Overlook-Hotels mit gefrorenen Erbsen nachgestellt.

Und natürlich dürfen auch die gruseligen Zwillingsmädchen nicht fehlen —sie treten als mintgrüne Törtchen vor blutiger Kulisse auf.

„Kubrick ist für mich eine Inspirationsquelle seit meiner Zeit als Filmstudent“, sagte Luciano in einem Interview. „Claudia und ich wollten etwas Lustiges machen, das mit Essen und Film zu tun hat, und wie von selbst ergab sich der Film ‚The Shining‘“, erzählt der Fotograf. 

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