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Kommt bald der E-Supersportler aus Deutschland und der Schweiz?

Michael Förtsch 18.05.2017

Ein europäisches Elektroauto, das es nicht technisch, sondern auch beim Design mit Tesla aufnehmen kann? Ein Schweizer Fahrzeugdesigner hat mit dem Elextra einen eleganten Supersportwagen erdacht. Gebaut werden soll er in Deutschland.

Der Elextra lässt mit seiner geschwungenen Keilform zunächst an einen Lamborghini Diablo denken. Die minimalistische Front mit ihren LED-Leuchten gleicht hingegen eher dem Pagani Zonda. Vom Dach der Carbon-Karosserie aus strecken sich zudem zwei dünne Flügel in V-Form über das Heck.

Mit alldem soll der Viersitzer eine zeitgemäße Neuinterpretation der klassischen italienischen Sportwagen darstellen. Doch allem voran soll der Elextra nicht nur elegant, sondern auch vollends elektrisch sein. Hinter der Gestaltung der E-Auto-Studie stehen der Schweizer Designer Rober Palm und seine Fahrzeug- und Industriedesign-Agentur Classic Factory.

Angetrieben werden soll der Wagen von zwei Elektromotoren, die insgesamt 680 PS leisten. Der Allradler soll damit in nur 2,3 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer beschleunigen. Damit wäre er rasanter als der Tesla Model S P100D, der immerhin 2,5 Sekunden braucht. Die Höchstgeschwindigkeit soll hingegen bei 250 Kilometern pro Stunde liegen. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde würde der Fahrer mit einer Akkuladung rund 600 Kilometer weit kommen. Überaus opulente Werte – die Grund zum Zweifeln geben. Allerdings soll der Elextra, so zumindest Palm, nicht nur eine weitere schicke Design-Vision sein, die nie umgesetzt wird.

Zwar würde der Schweizer Supersportler kein Serienwagen wie Teslas E-Autos oder der kommende Lucid Air. Allerdings soll der Konzeptwagen in auf 100 Exemplare begrenzter Kleinserie aufgelegt werden. Für einen Preis zwischen 400.000 und 500.000 Euro könne er dann angeboten werden.

Gebaut würden die Fahrzeuge in Handarbeit bei einer auf Sonderanfertigungen spezialisierten Manufaktur in Stuttgart. Deren Name wie auch Zulieferer von Bauteilen werden noch nicht verraten. Schon in den kommenden Wochen könne „die ernsthafte Arbeit beginnen“, heißt es. Im Frühjahr nächsten Jahres werde dann ein Prototyp vorgestellt.

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