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Dieses Mini-U-Boot macht euch zu James Bond

Michael Förtsch 25.11.2016

Einfach ins persönliche U-Boot steigen und abtauchen? Das ist für Privatpersonen bislang kaum möglich. Ein niederländisches Unternehmen will deswegen nun Mini-U-Boote für finanzstarke Hobbytaucher bauen.

Im James-Bond-Klassiker Der Spion, der mich liebte rauscht Roger Moore bei einer Verfolgungsjagd mit seinem Lotus Esprit ins offene Meer. Der Sportwagen verwandelt in ein High-Tech-U-Boot und gleitet sachte über den Meeresgrund. Geht es nach der niederländischen Firma Ortega Submersibles, muss man bald kein Geheimagent mehr sein, um derartiges zu erleben. Das Unternehmen aus Enschede arbeitet an Mini-U-Booten, mit denen man ohne große Vorkenntnisse in die Tiefe tauchen können soll. Die zwei- und dreisitzigen, MK 1B und MK 1C getauften Unterwasserfahrzeug erinnern beim ersten Blick eher an den Rumpf eines Kampfjets als an ein U-Boot.

Die Vorlage und Inspiration für die Unterwasserfahrzeuge stammen aus dem Zweiten Weltkrieg. Für geheime Spionage- und Sabotageeinsätze hatte die britische Spezialeinheit SOE das Motorised Submersible Canoe entworfen. Dieses erlaubte es einzelnen Soldaten, bis zu 15 Meter unter der Wasseroberfläche zu schwimmen, um Sprengladungen an Kriegsschiffen anzubringen. Die MK 1B und MK 1C sollen ihre Passagiere hingegen in bis zu 95 Meter Tiefe bringen. Die nötigen Atem- und Tauchausrüstungen samt 250-Liter-Sauerstofftank sind dabei komplett in den sechs beziehungsweise sechseinhalb Meter langen Rumpf integriert.

Angetrieben werden die U-Boote von zwei Elektromotoren, die sie beim Tauchgang auf bis zu 20 km/h beschleunigen und an der Wasseroberfläche als herkömmliches Boot nutzbar machen. Die Batterien erlauben eine Reichweite von bis zu 148 Kilometern. Für die sichere Fahrt unter Wasser sind die niederländischen Tauchboote zudem mit modernen Marine-Navigationssystemen ausgestattet. Dazu gehören Magnetometer, Sonar und FLIR-Infrarotkameras, die potentielle Hindernisse und die eigene Position auf großen Cockpitdisplays darstellen.

Der Preis für die Privat-U-Boote ist leider nicht öffentlich bekannt, sondern wird nur bei ernsthaften Kaufanfragen mitgeteilt.

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