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BMWs Motorrad der Zukunft macht den Helm überflüssig

von Juliane Görsch
Vor genau einem Jahrhundert begann BMW, motorisierte Fahrzeuge zu bauen. Zum Jubiläum blickt der bayrische Autokonzern in die nächsten 100 Jahre und stellt seine Vision für das Motorrad der Zukunft vor.

Wenn es nach BMW geht, könnten im Jahre 2030 alle Motorräder so aussehen: Das Vision Next 100 balanciert sich selbst aus und besitzt einen intelligenten Fahrassistenten, wodurch Helme und schwere Schutzkleidung überflüssig werden. Nach Zukunftsautos der Marken BMW, Rolls Royce und Mini hat der Konzern nun die Fortbewegung auf zwei Rädern neu gedacht – ohne dabei sein historisches Erbe zu vergessen.

Das Motorradkonzept stellt Freiheit und analoges Fahrgefühl in den Vordergrund. Der Fahrer soll sich ganz auf Fliehkräfte, Beschleunigung, Wind und Natur konzentrieren können. „Es ist ein analoges Erlebnis in einer digitalen Zeit“, erklärt Edgar Heinrich, Leiter Design BMW Motorrad, den Kerngedanken.

Was auf den ersten Blick wie ein Fahrzeug aus Batman oder Tron aussieht, besteht laut BMW aus einem „Flexframe“, dessen Karbonverkleidung sich vom Vorder- zum Hinterrad spannt. Bei jedem Lenkmanöver verformt sich der gesamte Rahmen und macht das Abbiegen leichter.

Bei so viel futuristischem Design ist es nicht leicht zu erkennen, doch der Dreiecksrahmen zitiert mit seiner Form bewusst das erste BMW-Motorrad R32 von 1923 – allerdings ohne lästige Analoganzeigen oder Kabel. Alles, was aus dem mechanischen Zeitalter bleibt, ist ein roter Kippschalter, der den Gasgriff blockiert oder freigibt.

Die Form ist das einzige, was die „emissionsfreie Antriebseinheit“ des Vision Next 100 noch mit dem traditionellen Boxermotor gemein hat. Während der Fahrt fährt der Motorblock seitlich aus und kann so die Aerodynamik und den Wetterschutz des Motorrads verbessern. Welche Geschwindigkeiten, Beschleunigungszeiten und wie viele PS das Bike erreicht, verrät BMW allerdings nicht.

Während der Fahrer jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug hat, ist er mit dem Motorrad und der Umwelt kontinuierlich vernetzt. Assistenzsysteme überwachen die Route, Geschwindigkeit, Neigung und andere Faktoren und können in kritischen Situationen eingreifen.

Im Stand sorgen Gyroskope dafür, dass das Vision Next 100 sich selbst balanciert und nicht umkippen kann. „Es war uns wichtig, dass keine ständig präsente Digitalität das analoge Fahrerlebnis stört. Das Anzeige- und Bedienkonzept agiert so unauffällig, dass sich eine für den Fahrer absolut natürliche und vertrauensvolle Art der Fortbewegung ergibt“, sagt Holger Hampf, Leiter Design Kundenerlebnis der BMW Group. Der „digitale Begleiter“ bleibe die ganze Zeit im Hintergrund und aktiviert sich nur, wenn es vom Fahrer gewünscht wird oder eine Gefahrensituation besteht.

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Cool auszusehen, ist bei der Bekleidung, die man auf dem Vision Next 100 tragen soll, nur ein Nebeneffekt. DasVisier schützt vor Wind, ist aber vor allem eine Datenbrille, die Informationen zu Ideallinie, Schräglage oder Gefahrenstellen ins Sichtfeld des Fahrers projiziert – insofern der Fahrer es wünscht.

Und auch die Zeiten schwerer Lederkutten sind 2030 vorbei. BMWs leichter und luftiger Motorradanzug kühlt oder wärmt den Fahrer bei Bedarf. Sensoren messen Puls und Körpertemperatur und vibrierende Elemente geben Hinweise zur Navigation. Der Nackenbereich lässt sich zudem mit Luft füllen und entlastet die Halswirbelsäule.

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