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So stellt sich Bell den Hubschrauber der Zukunft vor

Cindy Michel 31.03.2017

Fliegen wird dieser Hubschrauber wohl nie. Der neue Konzept-Heli von Bell ist vielmehr eine Vision, die die nahe Zukunft der Drehflügler zeigen soll: morphende Rotorblätter, Augmented-Reality-Lenksysteme und eine KI als Copilot. 

Gerade Mal ein halbes Jahr soll das Innovations-Team von Bell Helicopters am Modell FCX 001 gearbeitet haben. Bei der Hubschraubermesse Heli-Expo 2017 in Dallas enthüllten sie nun das Ergebnis: ein Konzepthubschrauber, der die Zukunft der Drehflügler illustriert. „Vor sechs Monaten haben wir eine Gruppe aus Ingenieuren und Designern zusammengestellt. Ihre Aufgabe war es, eine Konzeptstudie zu erstellen, die die Technologien und Innovationen aufzeigt, die wir auf den Markt bringen wollen“, sagt Bell-CEO Mitch Snyder.  

Der FCX 001 sei mehr eine Strategie als ein Produkt. Er diene als Plattform zur Entwicklung und Überprüfung von neuen Technologien, die in die nächste Generation von Hubschraubern einfließen könnten. Und die klingen wahrlich beeindruckend.

Die Karosserie des Bell FCX 001 besteht vor allem aus großen Fenstern, damit der Pilot eine bessere Sicht hat  

Ein neuartiges System für den Drehmonentausgleich im Heck soll für mehr Sicherheit und Leistung beim senkrechten Start sorgen. Nachhaltige Werkstoffe, die der Hersteller allerdings nicht näher definiert, sollen Konstruktionen erlauben, die mit herkömmlichen Materialien nicht umsetzbar wären. Auf den Heckrotor verzichtet das Antriebssystem des FCX 001 dabei gänzlich.

Auf die Technologie der morphenden Rotorblätter hat Bell ein Patent angemeldet

Ein Hybridantrieb soll den Hubschrauber leiser, umweltfreundlicher und effizienter machen. Die Rotorblätter sollen sich morphen und so an die jeweilige Flugsituation anpassen können. Bewegliche Spitzen sorgen dafür, dass der Geräuschpegel des Hubschraubers enorm gesenkt wird. Bell hat auf diese Technologie ein Patent angemeldet.

Fast gänzlich ohne Steuerelemente soll der Hubschrauberpilot in Zukunft auskommen  

Die Kabine scheint auf Komfort, Konnektivität und maximale Flexibilität ausgelegt zu sein. Sie ist modular aufgebaut, die Sitze individuell installierbar. Auffallend ist das Cockpit, in dem nur ein Stuhl für den Piloten steht und keine sichtbaren Steuerelemente zu erkennen sind. Denn der Heli der Zukunft soll via Augmented Reality gelenkt werden. Der Copilot wiederum kann gänzlich auf einen Stuhl verzichten – weil er eine Künstliche Intelligenz sein wird.  

Die Sitze können je nach Bedarf installiert werden

All diese Ideen will Bell dann Schritt für Schritt in nachfolgende Generationen seiner Hubschraubern integrieren. Noch sind sie Zukunftsvisionen, aber greifbar. Laut Bell könnten die ersten Technologien aus dem FCX 001 schon in etwa fünf Jahren in Produktion gehen.

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