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Auch deutsche Firmen bauen am neuen „Apple-UFO“ mit

Michael Förtsch 23.02.2017

Nach drei Jahren Bauzeit soll bald das neue Apple-Hauptquartier fertig werden. Die ersten Mitarbeiter werden im April ihre Büros beziehen. Das hypermoderne Gebäude im Raumschiff-Look entstand auch mit Hilfe deutscher Unternehmen.

Im Frühjahr 2006 kündigte Steve Jobs an, dass Apple in Cupertino einen neuen Campus anlegen werde. Dessen Herzstück ist das vom Architekten Norman Foster und dem Firmengründer selbst erdachte Hauptgebäude, das mit seiner neo-futuristischen Ringform an ein eben erst gelandetes Raumschiff denken lässt. Der Bau begann nach einigen Verzögerungen im Jahr 2014.

Im April sollen nun die ersten Angestellten auf das Apple Park getaufte Gelände übersiedeln. Innerhalb der folgenden sechs Monate, kündigt Apple an, würden dann insgesamt 12.000 Mitarbeiter ihre neuen Büros und Arbeitsplätze beziehen.

Das riesenhafte Hauptquartier, der während des Einzugs noch finalisiert wird, gehört mit 260.000 Quadratmetern Nutzfläche zu den größten Gebäuden der Welt und hat die bislang größte durchgehende Glasfassade. Rund 2400 Scheiben wurden dafür verbaut. Produziert wurden sie von der Augsburger Firma Seele und deren Tochterunternehmen Sedak aus dem bayrischen Gersthofen. Die beiden stellten auch die Glastreppen und -fronten von Apple Stores auf der ganzen Welt her. An der Konstruktion der Fassade arbeitet außerdem die Josef Gartner GmbH aus Gundelfingen mit. Teile des Interieurs und Mobiliars kommen wiederum vom Apple-Store-Tischbauer Dula aus Dortmund.

Die Fassade des neuen Apple-Hauptquarties besteht aus 2400 Glasscheiben aus deutscher Herstellung

Zum restlichen 71-Hektar-Areal gehören eine weite Parklandschaft, ein Apple Store, ein Besucherzentrum, speziell gesicherte Forschungszentren, ein öffentliches Café und ein gläsernes Auditorium, das auf den Namen Steve Jobs Theater getauft wurde. Der 2011 verstorbene Apple-Gründer wäre am 24. Februar 62 Jahre alt geworden. Das Auditorium fasst rund 1000 Zuschauer und wird künftig wohl zu Präsentation neuer Produkte genutzt.

Auch einen Park wird es auf dem Gelände in Cupertino geben

Der gesamte Campus soll zu nahezu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzen. Das Solardach des Hauptgebäudes allein wird 17 Megawatt an elektrischem Strom produzieren. Dazu kommt Energie aus Brennstoffzellen und Biokraftstoffen. Dank natürlicher Ventilation sollen die Gebäude die meiste Zeit des Jahres auf Klimaanlagen verzichten können.

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