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7 Kultautos: Der DeLorean ist zurück aus der Zukunft

Cindy Michel 24.01.2018 Lesezeit 5 Min

Der DeLorean oder der Plymouth Barracuda sind beides Kultautos, die heute nicht mehr produziert werden. "Jammerschade", dachte sich ein Designbüro aus Australien und veröffentlicht eine Konzeptstudie, in der ikonische Fahrzeuge vorstellt werden, wie sie heute aussehen könnten.

Es gibt etliche Fahrzeuge in der Autoindustrie, die Kultstatus erlangt haben. Die meisten von ihnen werden aber nicht mehr produziert. Australische Designer und eine Autoversicherung finden das laut eigener Angaben „jammerschade“. Deshalb haben sie eine Konzeptstudie veröffentlicht, in der sie Kultautos modernisieren. Die Autos könnten ihrer Meinung nach 2018 so produziert werden.

WIRED stellt euch die unserer Meinung nach besten Entwürfe vor.

AMC Gremlin

Der Gremlin AMC galt in den 1980ern als typisches Nerd-Auto.

Es waren die Nerds und Looser, die in den High-School-Filmen der 1970er und 1980er Jahren mit dem AMC Gremlin zur Schule fuhren. Und in den Simpsons sind es der kurzsichtige Hans Maulwurf sowie der Comicbuch-Verkäufer Jeff Albertson, die mit dem kleinen und für seine Größe ziemlich bulligen Wagen durch Springfield kurven – in der realen wie auch in der Filmwelt ein Nerd-Auto par excellence eben. „Nicht nur deswegen, aber vor allem deswegen absoluter Kult“, wie die Autoren der Konzeptstudie finden. Sie haben den Wagen, den der Autohersteller American Motors Corporation (AMC) von 1970 bis 1978 knapp 672.000 mal produzierte, neu gedacht und in ein modernes, sportlicheres Auto verwandelt.

In ihrem Konzept haben sie den Wagen tiefergelegt, Ecken und Kanten sowie die Spiegel abgerundet und die Front „aerodynamischer“ gestaltet. Anstatt der einzelnen klobigen Scheinwerfer von damals, leuchten nun jeweils rechts und links drei flache LED-Frontlichter. Den auffälligen Kühlergrill im Gittermuster haben sie durch einen sportlicheren ersetzt.

DeLorean DMC-12

Wenn ein Auto zurück in die Zukunft sollte, dann der DeLorean DMC-12.

Wenn überhaupt irgendein Auto zurück in die Zukunft sollte, dann natürlich der DeLorean DMC-12. Im realen Leben floppte das Coupé der DeLorean Motor Company (DMC), das von Anfang 1981 bis Ende 1982 in Nordirland gebaut wurde. Auf der Leinwand wurde es zum Superstar. Der DeLorean war zu Beginn der Zurück in die Zukunft-Dreharbeiten im Jahr 1984 weltweit noch wenig bekannt, sah durch seine extrem flache Keilform, die Flügeltüren und seine Edelstahloberfläche aber ziemlich futuristisch aus und war zudem noch ziemlich günstig zu bekommen. Also machten die beiden Filmemacher Robert Zemeckis und Steven Spielberg aus dem Coupé eine Zeitmaschine und schickten Marty und Doc Brown damit auf die Reise – und machten den Wagen zu einem Kultobjekt.

An der gebürsteten Edelstahloptik haben die Designer festgehalten, als sie den DeLorean für die Straßen von heute entworfen haben, aber ansonsten wirkt das Design viel aggressiver. Der sportive Wagen liegt tiefer auf der Straße als sein Vorgänger, die Front wirkt massiver und präsenter, mit leuchtendem Logo und den neu konzipierten LED-Scheinwerfern. Dicke Chromfelgen und schmale, langgezogene Fenster runden den neuen Look ab.

Oldsmobile Cutlass

Golden stark kommt der Oldsmobile Cutlass in der Konzeptstudie daher.

Der Oldsmobile Cutlass ist einer dieser Ami-Schlitten, der Jahrzehnte lang in fast jedem Hollywoodstreifen in der ein oder anderen Szene durchs Bild fährt. General Motors in Detroit hat mit dem Oldsmobile einen Straßenkreuzer produziert, der in den 1960ern und 1970ern nicht nur vor dem klassischen Suburb-Reihenhaus parkte, sondern auch in Downtown, mal als Limousine, mal als Coupé oder eben als kräftiger Sportwagen. Der erste Cutlass verließ das Werk in Detroit 1964, der letzte lief 2004 vom Band.

Die Designer haben sich für ihre Konzeptstudie vor allem an der zweiten Generation des Oldsmobile Cutlass (1968 bis 1972) orientiert und zwar an der der Muscle-Car-Variante. Die ursprüngliche Karosserieform haben sie weitestgehend beibehalten und eher die Details mit einem modernen Twist versehen: „Wir haben ihm einen kleinen, modernen Facelift verpasst“, so die Kreativen. So nahmen sie den auffällig zweigeteilten Kühlergrill mit seinen vertikalen Chromstäben und haben ihn lediglich etwas dynamischer und abgerundeter gestaltet und links und rechts davon große, eckige LED-Scheinwerfer gesetzt.

Tatra JK 2500

Auch die moderne Variante des Tatra JK 2500 fällt in der zweifarbigen Lackierung auf.

„Das wohl schönste Auto, von dem man noch nie etwas gehört hat“, diesen Ruf hatte der Tatra JK 2500. Kein Wunder, denn von dem tschechischen Sportwagen, entworfen 1954, wurde auch nur ein Prototyp produziert. Mit dem leicht überarbeiten 2,5-Liter-V8-Motor des Tatra 603 brachte es der auffällig lackierte JK2500 auf maximal 207 Stundenkilometer.

Auch die modernisierte Variante aus der Studie leuchtet in der zweifarbigen Lackierung in Schwarz und Rot. Die Scheinwerferform haben die Designer leicht umgestaltet und dem Fahrzeug breitere Felgen sowie Reifen verpasst.

Plymouth Barracuda

Perfekt für ein Viertelmeilen-Rennen: der Plymouth Barracuda

Eines der wohl bekanntesten Muscle Cars ist der Plymouth Barracuda. Produziert von 1964 bis 1974 sind die Sportwagen heute begehrte Sammlerstücke, die zu hohen Preise gehandelt werden. Erst vor einigen Jahren wurde ein fast neuwertiger Cuda aus dem Jahr 1970 mit gerade mal 130 Kilometern auf dem Tacho in einer Scheune gefunden. Der Schätzpreis lag umgerechnet bei mehr als 730.000 Euro.

Für die Konzeptstudie haben haben die Designer das Muscle Car mit einem schmaleren, zweigeteilten Kühlergrill sowie einer kleineren Nase versehen. Die LED-Scheinwerfer sind eckig und die Lackierung perfekt für ein Viertelmeilen-Rennen: grellgelb Front und hinten schwarz. Grundsätzlich ist die Karosserieform in der Variante für 2018 fließender und runder gestaltet.