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Zcash soll für Venezuela zur Petro-Alternative werden

WIRED Staff 11.04.2018 Lesezeit 1 Min

Die staatliche Kryptowährung Petro fällt unter die Boykotts der USA gegen Venezuelas Regierung. Zcash soll es den Bürgern des Landes nun ermöglichen, Bolivar anonym auch gegen US-Dollar zu tauschen, um der Hyperinflation zu entgehen. Dabei helfen auch die günstigen Transaktionsgebühren des Produkts der Zerocoin Electric Coin Company.

Venezuelas staatliches Kryptowährungsprojekt Petro ist aus Sicht vieler Analysten alleine schon aufgrund der US-Embargos zum Scheitern verurteilt. Damit die Bevölkerung dennoch wieder auf die Beine kommt, will Zcash-Erfinder Zooko Wilcox nun seine eigene Kryptowährung als Alternative ins Land bringen. Gemeinsam mit der Tauschbörse AirTM will er Venezuelanern so eine Möglichkeit geben, am Staat vorbei ihr Geld in US-Dollar zu tauschen, berichtet BTC-Echo.

Theoretisch können venezuelanische Bürger jetzt ihr Bargeld in US-Dollar tauschen, müssen dafür allerdings einen staatlich diktierten Wechselkurs akzeptieren. Dank der Anonymität von Zcash können sie diesen schlechten Kurs mit dem Projekt der Zerocoin Electric Coin Company umgehen – zumindest, bis die Regierung unter Präsident Maduro effektive Gegenmaßnahmen aufstellt.

Nutzer können mit den Tauschgeschäften über AirTM und Zcash bereits jetzt beginnen: Niemand von dem Projekt steht auf der US-Sanktionsliste und es gibt keine Interaktionen mit dem Petro. Die dezentrale Kryptowährung dient dabei in Venezuela als Zwischenschritt für den Dollarkauf — und das ohne Verbindung zu dortigen Banken oder Behörden. Das Angebot, so Wilcox, richtet sich direkt an die von wirtschaftlichen Nöten geplagte Bevölkerung.