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Waymo verlangt knapp zwei Milliarden Dollar von Uber

WIRED Staff 26.09.2017

Das zur Google-Mutter Alphabet gehörende Unternehmen Waymo verlangt von Uber 1,86 Milliarden Dollar Schadensersatz. Zuvor hatten Uber-Anwälte in einer Anhörung vergangene Woche behauptet, Waymo würde 2,6 Milliarden verlangen.

Wie die Anwälte von Uber auf 2,6 Milliarden kamen, ist unklar. Medienberichten zufolge hatte Waymo bereits am vergangenen Wochenende dem Gericht ein Dokument vorgelegt, in dem die korrekte Forderung enthalten ist: exakt 1,859 Milliarden Dollar. Waymo hat eine Klage gegen Uber angestrengt, weil der Hersteller von Selbstfahr-Technologie es als bewiesen ansieht, dass Anthony Levandowski bei seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen vertrauliche Dokumente mitgenommen hat. Diese soll er für ein eigenes Startup verwendet haben, das wiederum von Uber aufgekauft wurde.

Das eingereichte Dokument gibt auch Aufschluss darüber, wie sich die verlangte Schadensersatzsumme zusammensetzt: Insgesamt geht es um neun Betriebsgeheimnisse, die über Levandowski in Ubers Entwicklung eingegangen sein sollen. Die 1,86 Milliarden, auf die Waymo seine Schadensersatzforderungen begrenzt, beziehen sich lediglich auf das wertvollste dieser Interna: das Betriebsgeheimnis Nummer 25. Waymo führt an, dass die Forderung auf Ubers eigenen Profitabilitätsprognosen basiert.

Uber kommt schon seit langer Zeit nicht mehr aus den Negativschlagzeilen heraus: Zuletzt hatte die Stadt London aufgrund schwerer Versäumnisse seitens Ubers die Lizenz des Fahrdienstanbieters nicht verlängert. Uber-CEO Dara Khosrowshahi betreibt derzeit Schadensbegrenzung und hat sich bereits offiziell dafür entschuldigt. Wie es mit Uber und seinem angeknacksten Image weitergeht, bleibt auf jeden Fall spannend.