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Verbraucherschützer lassen Tesla durchfallen

WIRED Staff 23.04.2018 Lesezeit 2 Min

Tesla hat für seine Kundenbetreuung von Verbraucherschützern in den USA die Note F für Fail erhalten. In knapp einem Viertel der Fälle reagierte das Unternehmen laut dem Bericht des Better Business Bureau nicht einmal auf die Beschwerden von Kunden.

Tesla sei eine gute Firma, die gute Produkte herstellt, sagte Steve McFarland, der CEO der Verbraucherschutzorganisation Better Business Bureau (BBB), laut Mercury News. Aber in Sachen Kundenbetreuung sei die Note F für das Unternehmen angemessen. Die Firma gehe nicht ausreichend auf Beschwerden ein und beantworte manche einfach gar nicht.

Die Bewertung basiert auf einer Auswertung von 65 Beschwerden von durch BBB verifizierte Tesla-Kunden. Davon wurden 23 zur Zufriedenheit der Kunden bearbeitet, zehn ohne echte Bemühungen von Tesla und 15 gar nicht beantwortet. Bei den 17 übrigen Fällen fiel die Lösung entweder zur Unzufriedenheit des Kunden aus oder es gab keine Rückmeldung an das BBB.

Darunter finden sich Fälle von fehlenden Rechnungen für den Kauf von Tesla-T-Shirts bis hin zum Streit um einen Garantiefall eines Model-S-Fahrers. Tesla warf dem Kunden vor, dass der Schaden durch einen Unfall entstanden sei, den der Fahrer jedoch abstritt.

Tesla reagierte auf die Bewertung der Verbraucherschutzorganisation mit Unverständnis: Ein Firmensprecher sagte, dass Tesla unter den Automobilherstellern die höchste Zufriedenheit von Kunden habe und viele der Beispiele aus dem Bericht alt und längst gelöst seien.

Tesla ist bei BBB nicht der einzige Konzern des Silicon Valleys, der wenn es um Kundenbetreuung geht, schlechte Noten bekommt: Google liegt derzeit bei einem D, war in der Woche davor allerdings ebenfalls noch bei F. Diese Schwankungen liegen laut McFarland daran, dass der Konzern Kundenbeschwerden stets in Wellen beantwortet. Es also teilweise Zeiträume gibt, in denen Kunden gar keine Antworten bekommen.