URBAN-X: Wie innovative Start-ups den urbanen Raum revolutionieren

29.10.2018 Lesezeit 3 Min

URBAN-X sucht innovative Start-ups mit dem Potenzial, innerhalb von nur fünf Jahren in über 100 Städten präsent zu sein.

„Wer die Probleme dieser Welt lösen will, muss zuerst damit anfangen, urbane Probleme zu lösen“, weiß Micah Kotch. Er ist der Manager von URBAN-X, einem Start-up-Accelerator von MINI in Kooperation mit dem Investor Urban Us. Ihr Ziel? Nichts Geringeres als die Revolution der Stadt: von autonomem Fahren über Energieversorgung bis hin zu Open Data und städtischer Landwirtschaft. URBAN-X will als Katalysator für Start-ups wirken, die an zukunftsträchtigen Konzepten feilen. Das Konzept: Start-ups erhalten von URBAN-X über fünf Monate hinweg Unterstützung – in Form von Finanzierung, Design und technischem Support sowie Mentorship.

„URBAN-X veränderte unser Denken“, begeistert sich Mark DeSantis, der CEO von RoadBotics. Mit seinem jungen Unternehmen hat er eine App erfunden, die Straßenbauingenieuren die Arbeit erleichtert: Die App erkennt Straßenrisse, Schlaglöcher oder Belagschäden bereits im minimalen Stadium und kann damit Sanierungskosten in Millionenhöhe einsparen. Und so funktioniert es: Man positioniert das Smartphone an der Windschutzscheibe, die App zeichnet Kontrollbilder der Straße auf und sendet sie – sobald Wi-Fi verfügbar ist – an die Cloud. Dort werden die Daten von einer Deep-Learning-Plattform analysiert, entwickelt an der Carnegie Mellon University. Den entscheidenden Impuls erhielt RoadBotics von URBAN-X: Da die neuen MINIs über hochauflösende Frontkameras verfügen, kam das Start-up auf die Idee, Daten im alltäglichen Stadtverkehr zu sammeln – zum Beispiel mithilfe von Taxis. Bezahlte Fahrer und unnötige Fahrten sind damit Schnee von gestern.

Baukräne stehen im Zentrum einer weiteren Idee zur Optimierung des urbanen Raums: Versatile Natures ist ein Start-up, das es sich zur Aufgabe erkoren hat, die Digitalisierung für das Baugewerbe fruchtbar zu machen. Zu diesem Zweck werden hochmoderne Sensoren an Kränen installiert, um eine komplette Baustelle zu erfassen. Die Daten lassen sich dann für Echtzeitanalysen nutzen, um die Produktivität und die Sicherheit auf der Baustelle zu verbessern. „URBAN-X unterstützte unser Start-up in puncto Marketing und Business-Planung“, erzählt Meirav Oren, eine der Co-Gründerinnen. „Während MINI Hardware- und Software-Ingenieure ins Spiel brachte, stellten die Investoren von Urban Us Business- und Netzwerk-Support bereit. So ist eine unserer Einsatzstellen in Florida ein direktes Ergebnis der Zusammenarbeit mit URBAN-X.“

Auch für Blueprint Power war die Bewerbung bei URBAN-X ein wichtiger Schritt, betont Gründerin Robyn Beavers. Sie hat die Vision, städtische Gebäude in Kraftwerke zu verwandeln. Mit der Software ihres Start-ups lassen sich einzelne Energiesysteme von Bauwerken – ob Fotovoltaik, Speichertechnik oder Erdgasanlage – intelligent vernetzen. „Anschließend managt die Plattform den Energiefluss je nach Marktlage.“ Durch die Zusammenarbeit mit URBAN-X erhielt Blueprint Power wertvollen Zugang zu Hardware-Designern, User-Interface-Profis und weiteren Experten. „Für uns war das wirklich Gold wert. Vor allem in der Anfangsphase eines Start-ups sind solche Ressourcen so ziemlich das Beste, was einem passieren kann“, schwärmt Beavers.

Zweimal im Jahr wählt URBAN-X bis zu zehn Start-ups aus, die die Zukunft der Städte verändern. Dafür erhalten Entrepreneure Support von Experten, einen kreativen Workspace in Brooklyn und 100.000 Dollar Startkapital.

Jetzt bewerben unter:

www.mini.com/urban-x