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Tesla ruft Fahrzeuge wegen Bremsdefekten zurück

WIRED Staff 21.04.2017

Ein Fehler in den elektrischen Feststellbremsen bei Fahrzeugen vom Typ Model S und Model X, die zwischen Februar und Oktober 2016 hergestellt wurden, hat den Elektroautohersteller zu einer großen Rückrufaktion bewogen. 53.000 Autos müssen zur Überprüfung in die hauseigenen Werkstätten des Unternehmens — tatsächlich betroffen sind davon aber wohl nur um die zwei Prozent.

Wie die BBC berichtet, beruht die Rückrufaktion von Elon Musks Firma auf einem kleinen Zahnrad, das von einem Zulieferer fehlerhaft hergestellt wurde. Versagt dieses, würde die Feststellbremse das Fahrzeug zwar weiterhin davon abhalten, wegzurollen, wäre dann aber blockiert und ließe sich nicht mehr lösen. Bislang gäbe es aber keine bekannten Fälle, in denen dies tatsächlich eingetreten sei — eine weitere Nutzung des Teslas sei somit weiterhin sicher.

53.000 Fahrzeuge sind ein großer Teil der Produktionsmenge von insgesamt 83.922 Stück im Jahr 2016. In diesem Jahr soll die Produktion für das günstigere Model 3 anlaufen und für den Herbst sind Vorstellungen eines Lkws und eines Pick-up-Trucks geplant. Zuletzt hatte Tesla im November 2015 eine kleinere freiwillige Rückrufaktion gestartet, bei der möglicherweise fehlerhafte Gurte bei Fahrzeugen vom Typ Model S ausgetauscht wurden. Schwer getroffen hat die aktuelle Rückrufaktion den Konzern indes nicht: Die Aktie schloss nach der Ankündigung mit einem Minus von nur einem Prozent.

Insgesamt sieht es mit der Sicherheit bei Musks Elektroautos äußerst gut aus: Das Model S hatte im Jahr 2013 von der National Highway Traffic Safety Administration in den USA eine Fünf-Sterne-Bewertung in eben dieser Kategorie erhalten. Dennoch gibt es kleine Wermutstropfen: Aktuell läuft in den USA eine Klage wegen der Gefahren bei der Nutzung des Autopiloten sowie des angeblich unfertigen Zustands der Sicherheitssoftware, berichtet Ars Technica. Tesla hat bereits gekontert, dass dies nur der Versuch von Anwaltskanzleien sei, Geld zu verdienen. Welche Seite recht behält, müssen nun Gerichte entscheiden

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