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Star-Investor Mark Cuban über Donald Trump und die Zukunft der Arbeit

WIRED Team 16.03.2017

Investor Mark Cuban ist in den USA ein Superstar. WIRED traf ihn auf dem SXSW-Festival in Texas zum Video-Interview. Cuban erklärte uns, wie es sich anfühlt, wenn Donald Trump einen persönlich trollt, warum der Einfluss von Technologie auf unsere Arbeitswelt ein größeres Thema sein sollte und was er tun würde, falls er 2020 gegen Trump antritt und gewinnt.

Mark Cuban ist ein vorsichtiger Optimist, wenn er auf den technischen Fortschritt blickt. „Die Produktivität wird erhöht, wir werden in der Lage sein, unsere Lebensspanne signifikant zu verlängern, und wir werden Krankheiten heilen können, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie heilen könnten“, sagte der Milliardär und Star-Investor im WIRED-Video-Interview auf dem SXSW-Festival in Austin, Texas.

Aber: „Weil sich die Natur der Arbeit verändern wird, wird es eine Menge Disruptionen geben“, so Cuban. Für Kapitalisten wie ihn sei es deswegen sinnvoller, „einen Teil unseres Geldes auszugeben, um Menschen zu helfen, mit diesen Disruptionen umzugehen, als alles für uns zu behalten.“

Zum  Thema Automatisierung und der Angst, dass Roboter viele Menschen arbeitslos machen werden, sagte Cuban: „Es macht einen Unterschied, wem diese Roboter gehören und welchem Steuersystem sie damit zugeordnet sind.“ Vollautomatische Fabriken in Amerika und Europa seien aus westlicher Perspektive immer noch wünschenswerter als solche in China. Und das Ansinnen von Donald Trump, Produktionsstätten wieder in die USA zu holen oder dort zu halten, deswegen vielleicht weniger rückwärtsgewandt, als es den Anschein habe.

Eine überraschende Aussage von jemandem, der mit dem neuen US-Präsidenten geradezu eine öffentlich Intimfeindschaft pflegt. Der Investor und Trump trollen einander regelmäßig auf Twitter oder in TV-Interviews. „Die Sache mit Donald Trump ist: Er hasst niemanden“, sagte Cuban. Menschen seien für den Präsidenten austauschbar, so lange sie ihm nützten. „Wenn ich mich umdrehen und sagen würde: ‚Donald, ich schreibe dir einen Scheck über 100 Millionen Dollar für deine nächste Kampagne‘ – er würde auf die Knie fallen und alles tun, was ich sage.“

Ob er selbst Ambitionen habe, Präsident der USA zu werden und Trump 2020 abzulösen? „Gerade glaube ich, mehr Einfluss nehmen zu können, wenn ich zusammen mit Unternehmern Jobs schaffe und als Influencer meine Meinung sage“, so Cuban. „Aber vielleicht ändert sich das, wer weiß?“

Das vollständige Interview mit Mark Cuban von Lars Gaede und Felix Zeltner seht ihr hier:

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