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Sexismus-Vorwürfe: Uber entlässt 20 Mitarbeiter

WIRED Staff 07.06.2017

Nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Monate reagiert der Fahrdienstvermittler Uber und entlässt 20 Mitarbeiter, denen Belästigung, Diskriminierung und unangemessenes Verhalten vorgeworfen wurden. Weitere Angestellte haben Uber zufolge „letzte Warnungen“ erhalten.

Wie die New York Times unter Berufung auf Uber-Mitarbeiter berichtet, wurden die Maßnahmen am gestrigen Dienstag bei einer Mitarbeiterversammlung verkündet. Demnach erfolgten die Kündigungen bereits im Verlauf der letzten Monate als Folge einer internen Untersuchung, die nach diversen Sexismus- und Diskriminierungsvorwürfen angestrengt wurde. Das Unternehmen nannte auf der Versammlung keine Namen, doch unter den Entlassenen sollen auch Führungskräfte sein.

Für die besagte Untersuchung ist die Wirtschaftskanzlei Perkins Coie verantwortlich. Insgesamt 215 Beschwerden mussten geprüft werden – dabei handelt es sich um 47 Vorwürfe der sexuellen Belästigung, 54 mutmaßliche Diskriminierungen, 45 Anschuldigungen wegen unangemessenen Verhaltens und 33-Mobbing-Vorwürfe. Bei dem Rest der Beschwerden handelt es sich um sonstiges Fehlverhalten am Arbeitsplatz. Rund 100 dieser Fälle bleiben ohne Konsequenzen. 20 Angestellte mussten aufgrund größerer Verfehlungen das Unternehmen verlassen, zahlreiche Mitarbeiter müssen spezielle Schulungen besuchen und sieben wurden verwarnt.

Die Untersuchungen dauern noch immer an – 57 Fälle würden derzeit noch immer untersucht. Wie verfahren die Situation bei Uber sein muss, verdeutlicht die Arbeitsrechtsexpertin Deborah Weinstein gegenüber der New York Times: „Man entlässt nur dann 20 Leute, nachdem man in einer Untersuchung festgestellt hat, dass etwas sehr, sehr falsch in der Firma läuft. In den meisten Unternehmen laufen die Dinge nicht so schief.“

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