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Autonomes Fahren: Diese 263 Startups solltet ihr im Auge behalten

Jack Stewart 11.05.2017

Autonomes Fahren boomt. Eine neue Infografik zeigt die 263 wichtigsten Unternehmen der Branche – von Größen wie Uber und Lyft bis zu unbekannten KI- und Sensor-Startups.

Vorbei scheinen die Zeiten von Internet-Firmen und soziale Netzwerken. Stattdessen konzentriert sich das Silicon Valley auf Forschung und Investition in der Transportbranche. Wer eine neue Technik für ein selbstfahrendes Auto entwickelt, Menschen beim Suchen von Parkplätzen hilft oder ein fliegendes Auto erfindet, wird von Risikokapitalgebern mit Geld überhäuft.

Das erklärt auch den Umfang der neuen Infografik The Future of Transportation Stack der Risikokapital-Firma Comet Labs (hier in voller Größe). Sie zeigt 263 größtenteils unbekannte Startups, die um ihren Anteil an der aufkeimenden Automobil-Revolution konkurrieren.

Die 263 wichtigsten Startups im Bereich Selbstfahrende Autos

„Wir wollten eine umfassende Liste von KI-Unternehmen in diesem Bereich erstellen und gleichzeitig die dabei eingesetzten Techniken berücksichtigen“, erklärt Taylor Stewart, die bei Comet Labs den Bereich Transport leitet. Wochenlang durchforstete sie die Daten der gezeigten Unternehmen. Dabei suchte Stewart nach Kriterien wie Mitarbeiterzahl, Verbindungen zu Universitäten, Unternehmensbewertung und Zweck des Produktes. „Ich bin mir sicher, dass wir weltweit gesehen einige Unternehmen vergessen haben, aber das hier ist unsere Forschung dahingehend, wer einen einzigartigen Ansatz in diesem Gebiet verfolgt.“

Die Grafik funktioniert wie eine Mischung aus Einkaufsliste und Anleitung für autonome Fahrzeuge. Ganz unten in der Grafik befindet sich die Kategorie Sensoren mit LiDAR, Kameras und Radar. Die autonome Fahrtechnik selbst taucht erst in der Mitte der Grafik auf, weil man mehr als maschinelle Fahrkünste braucht, um in diesem Bereich zu bestehen.

Die oberen Reihen listen schließlich jene Startups auf, die autonome Fahrzeuge nützlich, sicher und profitabel machen wollen. Dort sind neben Unternehmen wie Uber und Lyft auch weniger bekannte wie RideCell vertreten, die mit Anbietern von öffentlich Verkehrsmitteln zusammenarbeiten.

Ohne Frage bietet die Comet-Labs-Grafik nur einen kleinen Einblick in den Bereich des autonomen Fahren. Unter der ruhigen Oberfläche des ordentlich sortierten Diagramms liegt eine viel komplexere Ebene: Die Unternehmen interagieren alle miteinander und mit etablierten Automobilunternehmen.

Denn die traditionelle Transportindustrie passt sich an die Entwicklungen an. Zusammenschlüsse, Aufkäufe und Kollaborationen finden in einer unglaublichen Geschwindigkeit statt. Als Beispiel dienen General Motors' Kauf von Cruise Automation oder Fords große Investitionen in das KI-Startup Argo AI. Das alles in einer Grafik zu berücksichtigen – vorausgesetzt man käme überhaupt an die oft streng geheimen Daten – ist nahezu unmöglich.

Allzu sehr sollte man sich die Infografik aber nicht einprägen: Die Branche verändert sich rasend schnell. Wenn Unternehmen innerhalb der nächsten Monate scheitern, sich zusammenschließen, aufgekauft werden oder neue entstehen, ist die Karte schon nicht mehr aktuell. Wer eine Idee hat, die in der Grafik nicht repräsentiert ist, kann sich übrigens an Comet wenden. Denn jetzt ist die Zeit, am neuesten Boom des Silicon Valley zu mitzuverdienen.

Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED.com.
Das Original lest ihr hier.

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