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Red Bull will die private Mondlandung übertragen

WIRED Staff 11.04.2018

Red Bull ist offizieller Partner der privaten Rover-Landung Mission to the Moon. Nach der Show um Felix Baumgartners Stratosphärensprung ist das für das österreichische Unternehmen ein noch größeres Medienereignis, das weltweit live übertragen werden soll.

Die Mission to the Moon, ein Gemeinschaftsprojekt von Audi, Vodafone und dem XPrize-Team Part Time Scientists, will schon 2019 zwei Rover auf den Erdtrabanten bringen. Diese Audi Lunar Quattros sollen nahe der Landestelle von Apollo 17 abgesetzt werden, wo sie den Mond-Rover der letzten bemannten Mission dorthin wiederentdecken sollen. Wie Futurezone berichtet, hat Red Bull verkündet, offizieller Medienpartner des Projekts zu sein.

Red Bull kündigte auf der Fernsehkonferenz MipTV in Cannes an, dass bei der Landung gleich drei Liveübertragungen stattfinden sollen, die für Fernsehen und Internet verfügbar sein werden. Hinterher will die Tochtergesellschaft des Energy-Drink-Herstellers noch von Terra Mater Factual Studios eine dreiteilige Doku produzieren lassen.

Die private Mondmission war einst Teil des Lunar Xprize, dessen Deadline abgelaufen ist. Das Triumvirat der Partner macht nun allerdings weiter, für Vodafone und Audi als große PR-Aktion. Während der Autohersteller die Rover Audi Lunar Quattro stellt und die PTScientists den Lander ALINA entwickelt haben, stellt Vodafone die 4G/LTE-Technik, mit der die beiden Fahrzeuge miteinander kommunizieren werden.

Der Flug zum Mond wird die erste privat finanzierte Mondlandung. Die PTScientists haben dafür mit ALINA einen eigenen Lander entwickelt, der sich an die meisten gängigen Trägerraketen anpassen lässt und in unterschiedlichstem Terrain landen kann. Für den Lunar Xprize und das dazugehörige Preisgeld kommt das Projekt zu spät. Dennoch hoffen die Tüftler, einen Apollo-Moment für eine neue Generation schaffen zu können — mehr als vier Jahrzehnte, nachdem zuletzt ein Mensch den Mond betreten hat.