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Nach Trump-Forderung: Foxconn plant US-Standort

WIRED Staff 08.12.2016

Der Apple-Zulieferer Foxconn will in die USA expandieren. Das war bekanntlich eine der Forderungen des zukünftigen Präsidenten Donald Trump. Ob das neue Werk aber tatsächlich Einzelteile für Apple-Geräte herstellen wird, ist noch unklar.

Die iPhone-Produktion in die USA zu holen — das war eines der häufig wiederholten Wahlversprechen des Donald Trump. Nun scheint es, als könne sich diese Forderung tatsächlich erfüllen: Foxconn ist ein multinationales Unternehmen mit Sitz in Taipeh, das auf die Fertigung von Kunststoffprodukten spezialisiert ist, wie sie eben auch für Apple-Geräte verwendet werden. Neben Apple gehören aber auch große Konzerne wie Hewlett-Packard, Dell, Nintendo, Microsoft und Sony zur Kundschaft. Der Konzern produziert unter anderem die bekannten Spielekonsolen Nintendo DS, Wii, Xbox 360 und PlayStation.

Am gestrigen Mittwoch hatte Foxconn angekündigt, einen Standort in den USA errichten zu wollen. Wie unter anderem das Wall Street Journal berichtet, befindet sich der Konzern jedoch noch in einer sehr frühen Planungsphase. Es bleibt daher vorerst fraglich, was genau auf US-amerikanischem Boden produziert werden soll. Foxconns Emblem prangte außerdem auf einem Dokument, das der Softbank-CEO Masayoshi Son auf einer Pressekonferenz vorgezeigt hatte. Kurz zuvor hatte sich der japanische Konzernchef mit Trump getroffen und anschließend angekündigt, 50 Milliarden US-Dollar in den Wirtschaftsstandort USA zu investieren und 50.000 Jobs zu schaffen.

Aus der Tech-Branche und insbesondere aus dem Silicon Valley wurden nach der Wahl vor allem kritische Stimmen laut. Der designierte Präsident scheint sich dieser wichtigen, wirtschaftstreibenden Branche nun verstärkt annähern zu wollen. Tim Cook, einem seiner schärfsten Kritiker, soll er massive Steuernachlässe versprochen haben, wenn er die Produktion der Apple-Produkte in die USA verlegen würde. Außerdem will Trump in der kommenden Woche ein Meeting mit den führenden Köpfen der Tech-Branche abhalten. Ob Trump seine ehrgeizigen Pläne in die Tat umsetzen kann und ob die USA wirklich davon profitieren, zweifelt zumindest der Kolumnist Tim Culpan an, der für Bloomberg einen fiktiven, satirischen offen Brief des Foxconn-Moguls Terry Gou verfasst hat.

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