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Microsofts Cloud-Geschäft ist erfolgreich

WIRED Staff 01.02.2018

Microsoft hat seinen Bericht für das zweite Finanzquartal 2018 vorgelegt. Der Konzern erwirtschaftete dabei einen vorsteuerlichen Gewinn, der allerdings nach Steuern zu einem Verlust wurde. Steigende Umsätze zeigen aber: Vor allem in Cloud-Geschäft wächst das Unternehmen stark weiter.

Vor Steuern hat Microsoft im abgelaufenen Geschäftsquartal bei einer Umsatzsteigerung von 12 Prozent auf 28,9 Milliarden Dollar immerhin 7,5 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaftet. 13,8 Milliarden US-Dollar Steuern, die sich vor allem aus Änderungen im US-Steuerrecht ergeben, führen dann allerdings zu 6,27 Milliarden US-Dollar Verlust, schreibt Golem.de.

Trotz Verlusten wertet der Konzern das Ergebnis positiv: Der Umsatz lag leicht über den Erwartungen der Analysten und die Cloud-Dienste verzeichnen ein starkes Wachstum. Das Cloud-Angebot Azure hatte einen Zuwachs von 98 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Office 365 konnte ein Wachstum von 41 Prozent vorweisen. Die Sparte Microsoft Productivity and Business Processes vergrößerte ihr Geschäft um 25 Prozent.

Mit dem neuen Quartalsbericht zeigt sich erneut der Wandel von Microsoft von einem primären Entwickler für Betriebssysteme hin zu einem Software-Dienstleister, der Privatkunden und Firmen mit Netzlösungen versorgt. Windows ist mit einem Umsatz von 12,17 Milliarden US-Dollar noch immer ein großer Faktor in Microsofts Finanzstruktur, wuchs allerdings nur um zwei Prozent und wird entsprechend wahrscheinlich früher oder später von anderen Sparten überholt werden.

Microsoft setzt offenbar auch selbst stark auf die eigene Cloud als Zukunftsmodell: Unter anderem investiert das Unternehmen aktuell nicht nur in mehr Serverzentren für mehr Rechenleistung, sondern teilt sich auch mit anderen Anbietern private Unterseekabel, um für eine bessere Vernetzung der Dienste zu sorgen. Azure könnte in wenigen Jahren zum Hauptgeschäftsfeld von Microsoft werden.