/Business

Microsoft kauft LinkedIn für 26,2 Milliarden Dollar

WIRED Staff 09.12.2016 Lesezeit 2 Min

Erst vor zwei Tagen hatte die EU die Transaktion abgesegnet — jetzt ist die Übernahme offiziell abgeschlossen: Microsoft hat das Soziale Netzwerk LinkedIn ein halbes Jahr nach der öffentlichen Ankündigung für 26,2 Milliarden Dollar übernommen.

Microsoft hatte den Kauf des Business-Netzwerks LinkedIn schon im Juni bekannt gegeben — WIRED berichtete. Am gestrigen Donnerstag informierte Microsoft-CEO Satya Nadella die Öffentlichkeit über einen Blogeintrag auf LinkedIn über den offiziellen Abschluss der Übernahme. Er schrieb unter anderem: „Heute ist ein aufregender Tag, einer, den ich seit Juni herbeigesehnt habe. Es ist der Tag, der die Vereinbarung zwischen Microsoft und LinkedIn besiegelt und den Anfang unserer Reise markiert, bei der wir die weltweit führende Cloud und das weltweit führende berufliche Netzwerk zusammenbringen.“

 

Weiterhin erklärte Nadella, dass LinkedIn zukünftig einen wichtigen Platz in dem Betriebssystem Windows 10 einnehmen werde. Konkret bedeutet das, dass die Benachrichtigungen des Netzwerks in das Action Center von Windows integriert werden — sich aber dankenswerterweise auf Wunsch auch deaktivieren lassen. Den beruflichen LinkedIn-Lebenslauf können die Windows-Nutzer in Zukunft auch ganz einfach über Word aktualisieren. Zudem soll das Portal auch in weiteren Microsoft-Anwendungen eine Rolle spielen. Infos dazu gibt es dann wohl auch in den „Linkedin Learning“-Tutorials, die Microsoft unter anderem in Office 365 einbinden will.

Microsoft startet also eine große Offensive, um LinkedIn über die eigenen Kanäle als weltweit führendes Berufsnetzwerk weiter zu festigen und regionalen Angeboten wie dem deutschen Sozialen Netzwerk Xing das Leben schwer zu machen. Sponsored Content soll, wie zuletzt vermehrt auf LinkedIn, auch auf Microsoft-Plattformen eine größere Rolle spielen. Außerdem sei eine eigene Redaktion für Business-News geplant. Es bleibt spannend, wie sich LinkedIn unter Microsoft entwickeln wird.

+++ Mehr von WIRED regelmäßig ins Postfach? Hier für den Newsletter anmelden +++