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Mark Zuckerberg entschuldigt sich beim EU-Parlament

WIRED Staff 23.05.2018 Lesezeit 2 Min

Mark Zuckerberg hat sich in der Anhörung vor dem EU-Parlament reumütig gegeben. Zuckerberg entschuldigte sich vor dem Europaparlament für die Versäumnisse seiner Firma, wies aber auch auf die positiven Seiten Facebooks hin.

Mark Zuckerberg sollte im Rahmen der Aufarbeitung des Datenskandals um Cambridge Analytica vor dem Europaparlament Stellung beziehen. Er gab zu, dass Facebook der eigenen Verantwortung angesichts der Verbreitung von Falschnachrichten nicht gerecht geworden sei. Jedoch bat er darum, zu berücksichtigen, dass Facebook auch positiven Einfluss habe: Durch das soziale Netzwerk könnten sich beispielsweise Betroffene nach Anschlägen oder einem Unglück als in Sicherheit melden.

Das Anhörungsformat jedoch sorgte für Unmut bei den Beteiligten. Bei der Anhörung durften die Anwesenden zunächst nacheinander ihre Fragen stellen. Danach hatte Zuckerberg die Chance, sämtliche Fragen am Stück zu beantworten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Das gab ihm zum einen die Möglichkeit, eher unangenehme Fragen zu überspringen. Zum anderen war es bei diesem Anhörungs-Format nicht möglich, Nachfragen zu stellen. Laut des Europaparlaments ist dieses Format jedoch bei einem Treffen mit dem Kreis der Fraktionsvorsitzenden generell üblich. Bei Zuckerbergs Anhörung vor dem US-Kongress war das anders: Hier standen die Abgeordneten direkt im Dialog mit Zuckerberg und konnten innerhalb ihrer Redezeit gezielt nachhaken.

So blieben Zuckerbergs Antworten weitläufig. Er versprach, dass bis Ende dieses Jahres 20.000 Personen für die Sicherheit auf Facebook bezahlt werden sollten. Weiterhin werde er sich an die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU halten. Als er auf die Monopolstellung Facebooks angesprochen wurde, gab er zu Protokoll, dass seine Firma Geld durch Werbung verdiene – und auf diesem Gebiet gäbe es genügend Konkurrenz. Fragen wie etwa, ob Facebook der EU Einblick in seine Daten gewähren würde, um eine Monopolstellung zu überprüfen, beantwortete Zuckerberg nicht. Stattdessen sagte er, er würde auf individuelle Fragen im Nachgang noch schriftlich eingehen.