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Wie der Blitz? UPS will Pakete mit Elektro-Lastern liefern

WIRED Staff 23.02.2018 Lesezeit 2 Min

Tesla hat es vorgemacht, jetzt zieht UPS nach: Der amerikanische Lieferdienst will weg von Diesel, hin zum E-Antrieb. Den Anfang soll eine Flotte von 50 Elektro-Lastwagen machen.

Der E-Auto-Boom hat die Entwicklung neuer Akkus beflügelt, die billiger und leistungsfähiger sind – deshalb sollen künftig auch Sattelschlepper mit Elektroantrieb über die Highways und Autobahnen flitzen. Vorn mit dabei ist der DHL-Konkurrent UPS: Der amerikanische Lieferdienst hat zwar schon Tesla-Truck mit E-Motoren vorbestellt, will jetzt aber gemeinsam mit seinem Partner Workhorse auch eigene Fahrzeuge entwickeln.

Die neue Flotte soll im Vergleich genauso kostengünstig in der Herstellung sein wie herkömmliche Lieferwagen mit Verbrennungsmotoren. Dabei werden die Fahrzeuge extra für UPS hergestellt und sollen noch in diesem Jahr einsetzbar sein. Ziel ist, dass die integrierten Akkus für eine Fahrleistung von 160 Kilometern reichen; sie sollen dadurch ohne Probleme für einen Arbeitstag im Stadtverkehr ausreichen. Über Nacht werden die Akkus dann wieder aufgeladen, wie Golem berichtet.

Darüber hinaus plant UPS auch, Fahrzeuge aus der bestehenden Flotte mit einem neuen Chassis auszurüsten, um den Antrieb von Diesel auf Elektro umzustellen. Insgesamt hat UPS derzeit etwa 35.000 Lkw mit Verbrennungsmotoren im Einsatz. Eine vollständige Umstellung ist allerdings nicht geplant.

Die Ergebnisse des Testlaufs sollen dann in einen noch größeren Versuch einfließen. Ende vorigen Jahres gab UPS bereits die Vorbestellung von 125 Tesla-Trucks bekannt und gehört damit neben Pepsico zu den größten Kunden für den neuen Elektro-Sattelschlepper, der 2019 auf den Markt kommen soll.

In Deutschland verfolgt Daimler ähnliche Pläne wie Tesla. In den nächsten Jahren sollen alle Lkw- und Bus-Modelle seines Sortiments auch in einer Elektro-Variante verfügbar sein. Auch die deutsche Post hat mit dem E-Transporter Work XL ein eigenes Fahrzeug entworfen, von dem bereits die ersten Vorserienmodelle auf den Straßen unterwegs sind. Bei dem Work XL handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Ford und Streetscooter, einem Tochterunternehmen der Deutschen Post.