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Studie: Was deutsche Unternehmer vom Einsatz von KI halten

Louisa Zimmer 06.04.2017

Künstliche Intelligenz beeinflusst die Strategien deutscher Unternehmer. Das hat eine Umfrage unter 200 Managern ergeben. Die Studie zeigt ein ambivalentes Verhältnis zwischen dem vermehrten Einsatz der Technologie in Unternehmen und der Angst vor ihren Folgen.

Immer mehr Firmen ersetzen Menschen durch Maschinen. Doch wie stehen deutsche Unternehmer zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI)? Das hat eine Studie von Sopra Steria untersucht. Das Berliner Consulting-Unternehmen befragte im Februar 2017 mehr als 200 Führungskräfte, Vorstände und Geschäftsführer von Firmen ab einer Belegschaft von 500 Mitarbeitern. Die Studienteilnehmer kamen aus der Autobranche, der Öffentlichen Verwaltung und der Finanzindustrie. Die Ergebnisse der Befragung zeigen sowohl den Status Quo als auch die Zukunft von Künstlicher Intelligenz aus Sicht der Unternehmen.

So setzen diese KI aktuell vor allem im IT-Bereich ein. In Zukunft wollen sie KI-Systeme aber auch in den Bereichen Human-Resource und im Kundenservice anwenden. Am häufigsten verlassen sich deutsche Unternehmer schon heute auf die Automatisierung von Geschäftsprozessen. 31 Prozent vertrauen KI Verwaltungsaufgaben an, die normalerweise von Menschen übernommen werden. Man spricht hier von Robotic Process Automation. Dieses System kann etwa Jobs im IT-Support einer Firma ersetzen. Unternehmer überlassen KI außerdem die Auswertung von Sensorik und ohnehin schon automatischen Vorgängen. Digitale Assistenten wie Alexa oder Siri nutzen 25 Prozent der befragten Unternehmen. 

Als wichtigste Hauptgründe für den Einsatz von KIs nannten die Unternehmen die Beherrschung der Datenflut, die Reduzierung von Arbeitskosten und die Beschleunigung von Prozessen. Gleichzeitig zeigen sich die Firmen besorgt über die Folgen von unausgereiften Technologien. Nachteile, so glauben die Befragten, könnten auch aus fehlendem Verständnis und mangelndem Knowhow sowie Problemen beim Datenschutz für die Arbeitnehmer entstehen. Die Furcht vor Stellenabbau durch KI spielte nur eine untergeordnete Rolle. In Zahlen: 48 Prozent der Befragten fürchten die Folgen unausgereifter Technologien, nur 28 Prozent haben Angst vor einem Abbau der Arbeitsplätze. 

Nur knapp 50 Prozent der befragten Manager gaben an, den Einsatz von KI in ihrem Unternehmen antreiben zu wollen. Knapp 60 Prozent beziehen die Technologie nicht in ihre Unternehmensplanung mit ein. Das soll sich jedoch ändern: 70 Prozent der Befragten sagen einen sehr großen bis großen Einfluss von KI auf die Unternehmensstrategie ab dem Jahr 2025 voraus.

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