/Blockchain

John McAfee will sein eigenes Fiatgeld herausbringen

WIRED Staff 31.05.2018 Lesezeit 2 Min

John McAfee plant ein eigenes Fiatgeld, dessen Wert an eine Kryptowährung gekoppelt ist. Die Scheine mit dem Abbild des exzentrischen Software-Entwicklers sollen jederzeit für ein Treffen mit ihm selbst eingetauscht werden können. Es ist der nächste unter vielen Versuchen von McAfee, die eigene Popularität in der Kryptoszene zu vermarkten.

Die neue Währung von John McAfee wird McAfee Redemption Unit (kurz MRU) heißen und ab dem 25. Juni 2018 erhältlich sein. Der exzentrische Softwareentwickler schreibt auf Twitter, dass er für seine Kryptowährung physische Scheine drucken will, die wie echtes Geld aussehen – mit Hologrammen und auf Währungspapier gedruckt. Jeder Schein ist mit der Blockchain verbunden, um seine Echtheit zu garantieren.

McAfees Fiat-Währung hat einen Gegenwert: Meeting-Zeit mit John McAfee selbst. Sie einzulösen ist allerdings mit einem gewissen Aufwand verbunden, wie der Namensgeber gegenüber Crypto-News India sagte: Der Besitzer der Währung kann sich jeden Tag zwischen ein und drei Uhr zu einer Adresse in Mexiko begeben und dort anmelden. Dafür erhält er dann ein Datum, eine Uhrzeit und eine Adresse für das Treffen mit John McAfee — irgendwo auf der Welt. Pro Person sind maximal 100 Minuten einlösbar.

Zum Start wird der Wert einer MRU 9,95 Dollar betragen. Es wurden laut McAfee insgesamt 341.000 Scheine mit einem Gesamtwert von 6,05 Millionen Minuten gedruckt — mehr als John McAfee wohl Zeit seines Lebens einlösen kann. Neue MRUs wird es jedoch nicht geben, da die Druckplatten bereits vernichtet sei.

Die Einlösung der Währung, die vermutlich mit einer Reise um die Welt verbunden ist, hat McAfee absichtlich teuer gestaltet: Das soll laut seiner Aussage den Wert der Scheine gleich zum Start der Währung in die Höhe schießen lassen.

Die MRUs wirken vor allem wie ein weiterer Marketingstunt von John McAfee, um mit dem Krypto-Hype Geld zu verdienen. Bereits in der Vergangenheit war er immer wieder damit aufgefallen, dass er Inicial Coin Offerings (ICO) mit eher zweifelhafter Reputation über Twitter promotet hatte. Für diese Nachrichten wurde er laut eigenen Aussagen mit zum Teil fünfstelligen Beträgen bezahlt. Es ist also davon auszugehen, dass die MRUs nur ein weiterer Marketing-Gag von ihm sind, um Kapital aus der eigenen Popularität zu schlagen.