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Hohe Transaktionskosten: Steam akzeptiert kein Bitcoin mehr

WIRED Staff 07.12.2017 Lesezeit 2 Min

Während der Bitcoin-Kurs immer neue Rekordwerte erreicht, beendet die Spieleplattform Steam die Zahlung mit der Kryptowährung. Der Grund: Die Währung sei zu volatil. Die starken Wertschwankungen des Bitcoin sind aber nur einer von zwei Faktoren.

Wie Valve in einem Blogpost mitteilt, sind Steigerungen und Verluste von 25 Prozent innerhalb weniger Tage für den Onlinehandel mit digitalen Gütern äußerst problematisch. Wenn die Transaktion des Kaufs eines Spiels für 70 Dollar es durch das Netzwerk geschafft hat, kann der entsprechende Betrag in Millibitcoin schon viel mehr oder weniger wert sein.

Der zweite wichtige Faktor für die Entscheidung, Bitcoin von Steam zu verbannen, sind die hohen Transaktionskosten. Diese waren zuletzt stark gestiegen und lagen zwischenzeitig bei über 20 Dollar pro Transaktion. Damit werden nicht nur die gekauften Spiele deutlich teurer, sondern es gibt für den Anbieter auch noch größere Verluste, wenn die Bitcoin unterwegs an Wert verlieren.

Ein Beispiel: Hatte ein Nutzer ein Spiel auf Steam gekauft, musste die Transaktion bezahlt werden und ging dann durch das Netzwerk. Kam es bei Steam aufgrund von Schwankungen zu wenig an Geldwert an, musste der Kunde eine weitere Bitcoin-Transaktion durchführen und erneut die Transaktionsgebühren bezahlen.

Bitcoin waren im April 2016 auf Steam als Währung aufgenommen worden. Damals lagen die Transaktionskosten noch bei 20 Cent. Seitdem hat die Kryptowährung ihren Wert massiv gesteigert — von rund 400 auf inzwischen über 12.000 US-Dollar. Für Investoren bleibt die risikobehaftete Möglichkeit hoher Renditen weiterhin attraktiv — für Händler lohnt sich die Verwendung dieser Kryptowährung inzwischen kaum noch.