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Ubers größter Konkurrent will Startups in Südostasien finanzieren

WIRED Staff 05.06.2018 Lesezeit 2 Min

Der aus Singapur stammende Fahrdienstgigant Grab will seine Vorherrschaft in Asien und der Welt ausbauen. Dafür will der UBER- und Lyft-Konkurrent nun kräftig Startups fördern. Das gilt vor allem für junge Unternehmen, die Teil des eigenen Service werden könnten.

In Südostasien hat sich UBER schwer getan. Zwar fuhr das US-Unternehmen einen aggressiven Expansionskurs aber konnte nicht gegen die einheimische Konkurrenz anstinken. Zuvorderst war es Grab, das UBER zahlreiche Städte wegschnappte, so dass der US-Gigant 2018 aufgab – und sein Südostasiengeschäft für eine Firmenbeteiligung an Grab abtrat. Mittlerweile ist das sechs Jahre alte Unternehmen aus Singapur selbst auf Expansions- und Innovationskurs. Mit seinem Investementarm Grab Ventures will der Fahrdienst dafür in den kommenden 24 Monaten zwischen acht bis zehn Startups finden und diese finanziell kräftig unterstützen.

Teil des Projekts ist auch ein Accelerator namens Velocity, der seine Arbeit bis Jahresende aufnehmen soll. Dort sollen dann vier bis sechs Firmen in der Wachstumsphase eine direkte Unterstützung erhalten. Ganz uneigennützig ist dieses Investmentprojekt natürlich nicht. Denn die entsprechenden Startups würden ihre eigenen Dienstleistungen direkt in das Angebot von Grab integrieren, das bisher auch schon einen Bezahldienst, einen Fahrradverleih und einen Fastfood-Lieferdienst umfasst.

Laut dem Chef von Grab Ventures, Chris Yeo, sei es für das Unternehmen an der Zeit, der Gesellschaft in Südostasien und ihren Startups etwas zurückzugeben. Denn mittlerweile ist Grab in über 200 Städten aktiv und hat seine App auf nahezu 100 Millionen Smartphones gebracht. Die geförderten Startups, so die Hoffnung, sollen zunächst regional ein dichtes Netz an starken Unternehmen bilden, die in Zukunft dann auch auf dem globalen Markt eine Rolle spielen könnten.